In der zweiten Runde des DFB-Pokals kam es am Dienstagabend zum Duell zwischen dem Hamburger SV und dem VfB Stuttgart. In einer intensiven Partie mit zwei Elfmetern brauchte es eine Verlängerung, in der der eingewechselte Al Ghaddioui den VfB in die nächste Runde schoss.


HSV: Heuer Fernandes - Vagnoman, Jung, van Drongelen, Leibold - Fein, Hunt, Kinsombi - Jatta, Jairo - Hinterseer


VfB: Bredlow - Stenzel, Badstuber, Kempf, Castro - Karazor, Mangala, Ascacibar, Klement, Förster - Gonzalez 


Tore: Gonzalez (2.), Hunt (16.), Al Ghaddioui (113.)


Nur drei Tage nach dem fulminanten 6:2 zwischen dem HSV und dem VfB Stuttgart sahen sich die beiden Zweitligisten im DFB-Pokal bereits wieder. Und der Pokal schreibt ja bekanntlich seine eigenen Gesetze - dementsprechend unvorbelastet wollte der VfB im Volksparkstadion auftreten. Das gelang dem VfB nach zwei Minuten bereits hervorragend: Förster drang in den HSV-Strafraum ein und wurde von Gideon Jung ungeschickt gelegt - den fälligen Strafstoß verwandelte Gonzalez sicher zum 1:0.


Verkehrte Welt in Hamburg, nachdem drei Tage zuvor noch der HSV früh in Führung gegangen war. Doch die Elbstädter schüttelten den Rückstand ab und kamen gut in die Partie. Nach 16 Minuten war es dann Ascacibar, der Kinsombi im VfB-Strafraum legte - erneut Strafstoß! Aaron Hunt trat für den HSV an und verwandelte zum Ausgleich. Anschließend entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe, in der die Gäste aus Stuttgart gegen Ende der 1. Halbzeit stärker wurden.


Stuttgart stärker - Al Ghaddioui erlöst den VfB


Dieses Bild bestätigte sich auch nach dem Seitenwechsel. Torchancen gab es zwar nicht am laufenden Band, wenn, dann hatte sie aber der VfB. Vor allem nach Standards wurden die Schwaben gefährlich, auch aus der Distanz kamen die Gäste immer wieder zum Abschluss. Das Team von Tim Walter machte allerdings zu wenig aus den eigenen Möglichkeiten; oft wirkte Stuttgart zu fahrig im Abschluss oder der Entscheidungsfindung. Nach 90 Minuten lautete das Ergebnis 1:1 - es ging in die Verlängerung.


Und in der übernahm Stuttgart endgültig das Heft des Handelns. Die Schwaben drückten, blieben weiterhin bei Standards gefährlich. Was fehlte, war die Führung. Und die bescherte dem VfB der eingewechselte Al Ghaddioui: Silas scheiterte nach 113 Minuten zunächst am Pfosten, Karazor angelte sich den Rebound, behielt die Übersicht und setzte Joker Al Ghaddioui in Szene, der anspruchsvoll zum 2:1 einnetzte.