Um Thomas Müller ist in den letzten Wochen ein großer Wirbel entstanden. Wenige Startelf-Einsätze, dazu der unglückliche "Not am Mann"-Satz von ​Niko Kovac. Ein Winterwechsel schien nicht mehr ausgeschlossen zu sein - Inter Mailand soll indes die Bemühungen um ihn intensivieren.


Dass der Transfer von Philippe Coutinho bei ​Bayern München hauptsächlich Thomas Müller schaden würde, konnte man bereits zur Bekanntgabe des Wechsels vermuten. Über die letzten Spiele in der ​Bundesliga hat Müller jedoch so häufig nur kurze Joker-Einsätze bekommen, dass es unruhig wurde - sollte das so bleiben, müsse auch er nachdenken, so der 30-Jährige zuletzt. 


Winterwechsel von Müller nicht ausgeschlossen - Inter intensiviert Bemühungen


Und plötzlich scheint ein Wechsel im Winter nicht mehr so ausgeschlossen zu sein, wie man es über die letzten Jahre erwartet hatte. Auch trotz eher wenig überzeugenden Partien in den letzten Spielen, wird Coutinho unter Kovac vermutlich deutlich häufiger den Vorzug erhalten.


Zudem soll sich Müller inklusive seines Umfelds vor den Kopf gestoßen fühlen. Grund: Die Aussage von Bayern-Präsident Uli Hoeneß, der kürzlich verlauten ließ, dass es nach Coutinhos Transfer ja klar gewesen sei, dass Müller ab sofort weniger Spielzeit erhalten würde. Inter Mailand möchte aus dieser Situation nun Profit schlagen. 


Wie der kicker bereits berichtet, hat die Mannschaft von Trainer Antonio Conte Interesse an einer Verpflichtung Müllers. Mittlerweile heißt es, sie würden die Bemühungen gar "intensivieren". Das Interesse geht mit der schweren Verletzung von Alexis Sánchez einher, durch die der Chilene vermutlich bis Januar fehlen wird. Anschließend notwendige Maßnahmen wie die Reha könnten den Zeitpunkt, an dem Sánchez wieder vollständig einsteigen kann, noch etwas nach hinten ziehen. So würde man Müller gerne für die Mailand-Offensive dazu gewinnen. 


Gegenüber DAZN ließ Giuseppe Marotta, Vorstandsvorsitzender Inters, verlauten, dass man "im Januar unsere Optionen evaluieren" werde. Auch wenn der Markt im Winter kompliziert sei, weil "die starken Spieler dann nicht wechseln wollen", werde man sich nach Möglichkeiten umsehen. 


Womöglich könnte mit Müller eine unerwartete Option frei - sollte Sánchez jedoch rechtzeitig zurückkehren, werde man Abstand von offensiven Verpflichtungen nehmen.