​Eintracht Frankfurt empfängt am Donnerstagabend zum dritten Gruppenspiel der diesjährigen Europa League zuhause Standard Lüttich. Das Team von Trainer Adi Hütter will beim Spiel gegen den belgischen Klub an das ​souveräne 3:0 im letzten Ligaspiel gegen Bayer 04 Leverkusen anknüpfen. Fraglich ist dabei noch, auf welche Sturmreihe die Hessen setzen werden.​


Da die eigentliche Nummer Eins Kevin Trapp noch einige Wochen ausfallen wird, schenkt Hütter auch beim Spiel gegen Lüttich dem Ersatzkeeper Frederik Rönnow das Vertrauen. Zuletzt hinterließ der 27-jährige Däne einen ​soliden Eindruck und konnte durch das Zu-Null-Spiel gegen die Werkself weiteres Selbstvertrauen tanken.


Abraham vor Rückkehr in die Startelf


Auch in der Europa League könnte Hütter womöglich erneut auf ein flaches 3-5-2-System setzen. In der defensiven Dreierkette absolut gesetzt bleiben dabei Makoto Hasebe und Martin Hinteregger, die beide sowohl durch ein starkes Stellungsspiel, aber auch durch ihre Zweikampfstärke zu überzeugen wissen.


Beim Triumph gegen die Werkself war das Defensiv-Trio noch durch Almany Toure komplettiert worden. Der junge Franzose musste aber verletzt ausgewechselt werden und fällt mit einer ​Sehnenverletzung im Oberschenkel voraussichtlich einen Monat aus. In die Startelf rücken könnte daher wieder Kapitän David Abraham, der zuletzt mit Rückenproblemen zu kämpfen hatte. Eine weitere Alternative wäre Evan N'Dicka.


Hütter setzt auf bewährtes Mittelfeld​


Im Mittelfeld könnte im Vergleich zum 3:0-Sieg gegen das Team von Peter Bosz alles beim Alten bleiben. Im Zentrum wären daher erneut Neuzugang Djibril Sow und seine beiden Nebenleute Sebastian Rode und Gelson Fernandes dazu angehalten, für die richtige Balance zwischen Defensive und Offensive zu sorgen.


Auf den Außenbahnen führt weiterhin kein Weg an der bewährten Flügelzange aus Danny da Costa und Filip Kostic vorbei. Während bei da Costa in den letzten Wochen noch deutlich Luft nach oben erkennbar war, ist Kostic auch in dieser Spielzeit einer der wichtigsten Eintracht-Spieler überhaupt und könnte sich durch einen wiederholt starken Auftritt auf internationalem Parkett endgültig auf den Wunschzettel von so manchem Schwergewicht dribbeln.


Dost oder Andre Silva?​


Nach dem Abgang der berühmt berüchtigten Büffelherde, brauchten die Adler für viele Beobachter überraschend wenig Zeit, um erneut eine schlagkräftige Offensive auf die Beine zu stellen. Der in der Vorsaison noch stiefmütterlich behandelte Mittelstürmer Gonzalo Paciencia erscheint dabei derzeit die besten Karten auf einen Stammplatz zu haben.


Wer neben dem 25-jährigen Portugiesen stürmen wird, hängt davon ab, ob sein Landsmann ​Andre Silva nach seiner Verletzung an der Achillessehne wieder einsatzfähig ist. Sollte dies nicht der Fall sein, oder benötigt Hütter für seinen Matchplan einen anderen Spieleryp, steht mit Bas Dost ein weiterer Angreifer parat, der seine Treffsicherheit bereits unter Beweis stellen konnte. Schon allein um kein zu großes Risiko einzugehen, wird daher wohl der 30-jährige Niederländer von Beginn an stürmen.


Die potenzielle Aufstellung der SGE:


Rönnow - Hinteregger, Hasebe, Abraham - Kostic, da Costa - Fernandes, Sow, Rode - Paciencia, Dost