​​Real Madrid kommt einfach nicht in die Hufe. Nach mehreren Punktverlusten, unter anderem gegen Mannschaften wie Valladolid und Villarreal, setzte es am vergangenen Samstag beim RCD Mallorca die erste Ligapleite in der noch jungen Spielzeit. 


Klar, dass da im Klub gleich einige reflexartig aufschreien und Verstärkungen fordern. Die Namen sind in diesem Zusammenhang seit Wochen die gleichen: Christian Eriksen (Tottenham), Donny van de Beek (Ajax) oder Bruno Fernandes (Sporting). Doch die kosten bekanntlich Geld, gerade im Winter, und das haben auch die Königlichen nicht grenzenlos zur Verfügung. 


Perez' Traum: Mbappé!


Zumal Club-Chef Florentino Pérez sich einen ganz, ganz großen Traum erfüllen will: Kylian Mbappé soll am besten ab dem kommenden Sommer für Real Madrid auf Torejagd gehen. 

Deshalb gibt sich der Bauunternehmer auch relativ bedeckt, was Transfers in der kommenden Wintertransferperiode anbelangt. 


Pérez und einige andere im Verein sehen eine winterliche Marktoffensive nicht als unbedingt nötig an, hoffen vielmehr, dass in den kommenden Wochen einige Sorgenkinder wie Luka Jovic oder auch Eden Hazard die Kurve kriegen. Für beide Spieler zusammen gab Real in diesem Sommer immerhin 160 Millionen aus, und somit etwas mehr als die Hälfte der Gesamttransferausgaben. 


Der sportliche Gegenwert ist bislang ausgeblieben. Der Belgier kommt bislang auf zwei mickrige Scorer-Punkte (beide gegen den FC Granada), während beim Serben in dieser Kategorie immer noch eine stetig schwerer werdende Null prangt. 


Wintereinkäufe nur bei vorherigen Abgängen


Wenn überhaupt im Winter neu eingekauft wird, dann nur, wenn vorher Spieler abgegeben wurden. Ganz oben auf der Abgabeliste stehen dabei, der as zufolge, die Spieler Mariano und Brahim, sowie das ewige Talent​ Isco. Mariano und Brahim haben aber schon verlautbaren lassen, sich im königlichen Kader durchsetzen zu wollen. Im Gegensatz zu Isco. Der hat aber auch im Sommer kommenden Jahres noch was vor, will nämlich unbedingt zur Europameisterschaft. Nationaltrainer Roberto Moreno hat den Spieler bereits vorsichtig gemahnt, dafür Sorge zu tragen, bis dahin genügend Einsatzzeiten zu sammeln. 


Da sich dies bei Real momentan als sehr schwierig darstellt, wäre ein Leihgeschäft (oder auch ein Verkauf) in diesem Winter eine Lösung für alle beteiligten: Real wird einen unzufriedenen Spieler los, und der Mittelfeldspieler kann bis zur Euro 2020 auf sich aufmerksam machen. 


Als Hauptinteressenten an einer Isco-Verpflichtung gelten die beiden Premier-League-Klubs ​Arsenal und ​Manchester City, deren spanische Trainer (Unai Emery und Pep Guardiola) Isco schon aus alten LaLiga-Zeiten kennen.