Noch vor einigen Jahren galt Sinan Kurt als eines der größten Talente im deutschen Fußball. Der junge Fußballprofi konnte sich allerdings nie richtig durchsetzen, da halfen auch mehrere Wechsel nicht. Derzeit wartet er noch immer auf einen Verein, der ihn unter Vertrag nehmen möchte - an ein mögliches Karriereende denkt er nicht.


Bereits mit zehn Jahren wechselte Sinan Kurt im Jahr 2007 in die Jugend von ​Borussia Mönchengladbach. Nach sieben Jahren, ​die er allesamt am Niederrhein verbrachte, schaffte er es über die U19 auch in die zweite Mannschaft. Als er im Sommer 2014 für drei Millionen Euro zu ​Bayern München wechselte, wurde ihm eine große Karriere vorhergesagt. 


Damals galt er als sehr großes Talent, dass in der Offensive mit viel Technik und Spielfreude begeistern kann. Ein Name, den man sich merken sollte, hieß es damals von allen Seiten. Schnell legte sich der Hype um ihn. Nach seinem Wechsel nach München ging die Kurve nach unten. Nur 44 Minuten hat er bei den Profis spielen können, und das nach eineinhalb Jahren. Anschließend wechselte er zu ​Hertha BSC, schaffte jedoch auch dort seinen Durchbruch nicht. Von Berlin aus ging es in die zweite österreichische Liga, im Sommer wurde er aber aufgrund von Regularien bezüglich ausländischer Spieler nicht weiter übernommen. 


Kurt wartet weiterhin auf einen Verein - negative Schlagzeilen neben dem Platz


"Man wartet schon auf den erlösenden Anruf und fragt öfter mal nach, ob sich Klubs gemeldet haben", gestand Kurt gegenüber der Bild am Sonntag. Seit dem Ende der letzten Saison hat ihn nämlich kein Verein unter Vertrag genommen. Das liegt jedoch nicht nur am sportlichen Werdegang - ​auch abseits des Platzes viel der mittlerweile 23-Jährige zu oft negativ auf. "Natürlich habe ich nicht alles richtig gemacht - aber wer macht das mit 18 schon?", gab er ehrlich zu. 


Übergewicht, fehlende Mentalität, fragwürdige Einstellungen zur Disziplin. Kurt verbaute sich in den letzten Jahre seinen eigenen Weg. Schon Pal Dardai mahnte: "Mentalität gehört eben auch dazu", nachdem er die positiven, fußballerischen Aspekte Kurts ansprach. Er selbst möchte jedoch noch nicht aufgeben: "Für mich gibt's nur Fußball. Ich habe so viel investiert, meine halbe Jugend dafür geopfert. Ich denke nicht ans Ende!"