Der ​FC Liverpool hat die ersten Punkte der Premier-League-Saison liegen gelassen. Bei Manchester United spielte der Tabellenführer nur 1:1-Unentschieden. Im ungewollten Fokus stand der Videoschiedsrichter, der Liverpool ein Tor absprach und Manchester United zu Unrecht eines zusprach.


​Die Vorzeichen vor dem Topspiel in der Premier League zwischen Manchester United und dem FC Liverpool waren eigentlich klar. Als Tabellenführer ohne Punktverlust reiste Liverpool zum sportlich gebeutelten ManUtd - alles andere als ein klarer Sieg für den FC Liverpool wäre eine faustdicke Überraschung gewesen. Jürgen Klopp musste allerdings auf den angeschlagenen Mo Salah verzichten; Alisson Becker hingegen kehrte ins Tor zurück. Auf Seiten von United stand auch David de Gea überraschend zwischen den Pfosten.


Die Hausherren begannen die Partie mutig, jedoch ohne Durchschlagskraft. Anschließend übernahm Liverpool die Kontrolle über das Spiel. Aus viel Ballbesitz resultierte beim Tabellenführer allerdings wenig Zählbares. Ohne Salah, an dessen Stelle der bullige Divock Origi auf dem Flügel spielte, fehlten die Läufe in die Tiefe und damit trat zu viel Statik im Spiel der Reds auf. Dementsprechend ungefährlich - und mitunter ideenlos - war die Übermannschaft der Liga im Old Trafford.


Manchester United profitiert vom VAR


Manchester United hingegen hielt gut mit und ging nach 36 Minuten sogar in Führung: Daniel James servierte den Ball mustergültig für Marcus Rashford, der nur noch einschieben musste. Zuvor war allerdings Divock Origi klar von Lindelöf gefoult worden, aus dem anschließenden Ballgewinn resultierte der Treffer der Hausherren. Der VAR überprüfte die Szene, der Treffer wurde trotzdem gegeben - eine klare und eigentlich unfassbare Fehlentscheidung. Und damit hatte der VAR noch nicht Feierabend: kurz vor der Halbzeit traf Sadio Mane zum Ausgleich, spielte den Ball zuvor jedoch mit der Hand. Der Videoschiedsrichter nahm den Treffer zurecht zurück. 


Lallana beschert Liverpool einen Punkt


Nach dem Seitenwechsel blieb das große Aufbäumen des Tabellenführers aus. Ohne Salah fehlte die entscheidende Anspielstation im Sturm, das Team von Jürgen Klopp wirkte kopflos und schlug viele hohe Bälle und Flanken, die zumeist auf dem Kopf von Harry Maguire landeten.  Aus dem Nichts fiel dann allerdings in der 85. Minute der Ausgleich: Eine Flanke von Andrew Robertson rutschte irgendwie durch, am zweiten Pfosten wartete der eingewechselte Adam Lallana.


Nach dem Ausgleich drängte Liverpool noch auf den Sieg, erarbeitete sich jedoch keine klare Torchance mehr. In der 96. Minute bekam Fred den Ball im Strafraum an den Arm, der VAR entschied jedoch zurecht auf Weiterspielen. Am Ende muss Liverpool mit dem einen Punkt zufrieden sein - Manchester United darf es sowieso.