In einer Woche wird das Revier-Derby gegen Borussia Dortmund die Veltins-Arena des FC Schalke 04 elektrisieren, zuvor gastieren die Knappen aber bei 1899 Hoffenheim. Am Sonntagabend (18 Uhr) wird David Wagner unter Umständen auf Suat Serdar verzichten müssen, Benito Raman hingegen könnte nach anderthalb Monaten wieder von Anfang an beginnen. 


Nach einem ergebnistechnisch schwachen Start in die Saison reiste Hoffenheim als Außenseiter nach München, zwang den FC Bayern vor der Länderspielpause überraschend mit 2:1 in die Knie und setzte ein dickes Ausrufezeichen. Das ist auch auf Schalke angekommen, David Wagner will den kommenden Gegner auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen: "Wer Bayern München auswärts nicht unverdient schlägt - das spricht für sich. Es ist fußballerisch eine sehr starke Mannschaft mit viel individueller Qualität", warnte der 48-Jährige auf der Pressekonferenz.


Die jüngsten Auftritte des FC Schalke können sich aber auch mehr als sehen lassen. Inmitten der Spitzengruppe belegt S04 vor den Samstagsspielen Rang sechs, nach vier Siegen in Serie reichte es gegen den 1. FC Köln aber nur zu einem Unentschieden (1:1). Die Mannschaft wird für ihre Einstellung immer wieder vom Trainer gelobt, angesprochen auf den großen Konkurrenzkampf freute sich Wagner auch am Donnerstag: "Alle sind hungrig und gierig."


Raman vor Rückkehr in die Startelf


"Jede Trainingswoche gibt jedem Gelegenheit zu zeigen, dass er da ist", so der Trainer, "natürlich ist es hart für manche im Moment, aber das sind alles Top-Profis." Nicht einfach war es in jedem Fall für Benito Raman, der nach drei Startelfeinsätzen in Folge von Sprunggelenksproblemen ausgebremst wurde. Der Belgier stand seit dem 31. August nicht mehr auf dem Platz, konnte den Rückstand in der Länderspielpause aber aufholen. "Benito Raman hatte eine gute Länderspielpause. Hoffentlich kann er dies auf dem Platz nun genauso umsetzen", sagte Wagner, der ihm "eine positive Leistungsentwicklung" attestierte. "Wir sind auf einem guten Weg mit ihm."

Während Nassim Boujellab nach überstandenen Oberschenkelproblemen wieder auf dem Trainingsplatz steht, ist ein Einsatz von Suat Serdar fraglich. Der Neu-Nationalspieler "musste das Training am Dienstag aufgrund von Adduktorenproblemen abbrechen", berichtete Wagner. "Er wird auch heute nicht trainieren. Wir werden das morgen aber nochmal testen und schauen, ob es geht. Es könnte knapp werden."


Rückkehr zum 4-2-3-1?


Große Änderungen sind in der Startelf aber nicht zu erwarten. Vor Keeper Alexander Nübel sind Jonjoe Kenny, Benjamin Stambouli, Salif Sané und Bastian Oczipka gesetzt, im defensiven Mittelfeld erhalten in der Regel Omar Mascarell und Suat Serdar den Vorzug. Sollte Serdar ausfallen, könnte Weston McKennie beginnen.


Sollte sich Wagner erneut für ein 4-2-3-1 entscheiden, beginnen voraussichtlich Daniel Caligiuri und Benito Raman auf den Flügeln, Amine Harit würde wieder im offensiven Mittelfeld Platz nehmen. Dann würde wohl auch Guido Burgstaller wieder die einzig nominelle Spitze bilden, möglicherweise erhält aber auch Ahmed Kutucu einen Startelfeinsatz.


Die voraussichtliche Aufstellung des FC Schalke im Überblick:


Nübel - Kenny, Stambouli, Sane, Oczipka - Mascarell, Serdar - Raman, Caligiuri - Harit - Burgstaller​