​Nach dem sportlichen Abstieg von ​Manchester United räumt der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Ed Woodward Fehler in der Vergangenheit in Sachen Transferpolitik ein. Trainer Ole Gunnar Solskjaer und anderen vereinsinternen Personen stärkt er den Rücken und sieht die Red Devils trotz der Talfahrt der letzten Jahre in einem positiven Prozess. 


Gegenüber The Guardian bestätigt Ed Woodward nach dem Abgang von Vereins-Ikone Sir Alex Ferguson 2013, dass es bei verschiedenen Transfers in der Vergangenheit Fehler gegeben hätte. Woodward selbst hatte vor sechs Jahren, nachdem Ferguson sein Amt bei Manchester United niederlegte, die Verantwortlichkeit für Transfers übernommen und ist wird aufgrund verschiedener Flops in den letzten Jahren stark kritisiert. 


Woodward bezeichnete Spielerkäufe seit 2013 als nicht immer "effizient", wehrte sich aber vehement gegen die Vorwürfe, dass bei den Red Devils keine Fußballexperten tätig seien, die über etwaige Tätigkeiten auf dem Transfermarkt entscheiden würden. 


Woodward gegenüber dem Guardian: "Es gibt den Mythos, dass Nicht-Fußballer Entscheidungen über den Fußball treffen würden und das ist beleidigend für die brillanten Leute, die hier in diesem Klub arbeiten."


Dabei verwies der stellvertretende Vorstandsvorsitzende darauf, dass viele der besagten Personen schon seit einigen Jahren bei Manchester United tätig sind und auch unter Trainer-Legende Sir Alex Ferguson bereits für die Red Devils gearbeitet hätten. 


Der 47-jährige versicherte zudem, dass man in Zukunft von Fehlern aus den Vergangenheit lernen wolle: "Wir haben unsere Rekrutierungs-Abteilung ausgebaut und wir glauben, dass es jetzt in einer effizienten und produktiven Weise funktioniert. Empfehlungen für Spieler und Entscheidungen werden dort erarbeitet, gemeinsam mit dem Cheftrainer und seinem Staff - nicht von der Geschäftsleitung", wird er von transfermarkt.de zitiert.


Woodward stärkt Trainer Solskjaer den Rücken


Trotz dem aus Sicht der Red Devils miserablen Start in die aktuelle Premier-League-Saison, wo die Erwartungen mit nur neun Punkten aus acht Spielen und dem daraus resultierenden zwölften Tabellenplatz nicht im Ansatz erfüllt werden konnten, ​findet Woodward nur positive Worte für Trainer Ole Gunnar Solskjaer. "Ole hat die Disziplin in das Umfeld zurückgebracht, die uns in den vergangenen Jahren vielleicht gefehlt hat. Er entwickelt einen Kader, der die Geschichte des Klubs respektiert, in dem die Spieler hart arbeiten und ihre Teamkollegen respektieren. Niemand ist größer als der Klub."


Mit dieser Aussage weist Woodward etwa auf Spieler wie Romelu Lukaku, Alexis Sánchez und Ander Herrera oder auf den höchst extrovertierten Trainer José Mourinho hin, die den Klub zuletzt verlassen haben. Gerade Mourinho ist es auch nicht gelungen, Manchester United wieder in die Spur zu bringen und lässt es sich zudem nicht nehmen, in der Öffentlichkeit weiter gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber auszuteilen. Erst zuletzt sagte Mourinho gegenüber Sky Sports, dass Manchester United unter Trainer Solskjaer noch schlechter wäre als zuvor unter ihm. 


Manchester United befindet sich laut Woodward in einem derzeitigen Prozess, der darauf zielt, den Kader der Red Devils zu verjüngen und mit Spieler in der Mannschaft eine Kultur zu implementieren, die sich dem Fortschritt und der Entwicklung widmet. 


Coach Ole Gunnar Solskjaer vertrete dabei genau jene Kernpunkte, die im Fußball aus seiner Sicht elementar sind: "Wir müssen Trophäen gewinnen, Angriffsfußball spielen und der Jugend eine Chance geben."


Durchaus anspruchsvolle Ziele für Manchester United, betrachtet man die jetzige Situation. Am Sonntag geht es für Manchester ausgerechnet im prestigeträchtigen Derby gegen den Erzrivalen ​FC Liverpool, die bis dato noch ohne Punktverlust dastehen. Schwer vorzustellen, dass die Red Devils in der derzeitigen Verfassung eine Bedrohung für Jürgen Klopps Team sein können.