In Spanien kracht es mal wieder zwischen LaLiga (der Liga-Vertretung der Primera División) und der RFEF (dem Verband). Grund ist der Plan (von LaLiga), einige Liga-Spiele in den USA auszutragen, um sich somit den dortigen Markt zu erobern. So war von Seiten der Liga und den in diesem Fall betroffenen Klubs ​Atlético Madrid und FC Villarreal geplant, das Spiel zwischen diesen beiden im fernen Miami auszurichten. Doch dem schiebt der Verband jetzt einen Riegel vor. 


Schon letztes Jahr gab es Streit


Schon in der vergangenen Saison hatte es derartige Gedankenspiele gegeben. Damals ging es um die Partie zwischen dem ​FC Barcelona und dem FC Girona. Alle waren sich einig - bis auf den Verband und die mächtige spanische Spielergewerkschaft. Und so fand die Begegnung am Ende doch in Katalonien und nicht in den USA statt.


Jetzt haben Atlético und Villarreal einen erneuten Vorstoß gewagt. Beide Klubs sehen in diesen USA-Spielen eine gute Gelegenheit, sich international stärkeres Gewicht zu verschaffen und neue Märkte zu erschließen.  


"Atlético Madrid arbeitet jede Saison daran, um zu expandieren und die 'Marke Atlético' in alle Kontinente dieser Welt zu tragen. Und das Ausrichten dieser Partie in den USA würde uns helfen, weiter in dieser Linie zu arbeiten", erklärte Atléticos Geschäftsführer Miguel Angel Gil gegenüber der Marca.


Damit liegt er auf einer Wellenlänge mit Villarreals Präsidenten Fernando Roig, der erklärte: "Alles was den spanischen Sport und Fußball ins Ausland exportiert, ist gut für alle und selbstverständlich auch für den FC Villarreal."


Verband weigert sich weiterhin


Doch beide werden sich wohl noch bis auf weiteres gedulden müssen, ehe sie ihre Amerika-Pläne in Erfüllung gehen sehen. Denn der Verband, mit seinem Boss Luis Rubiales (Foto oben) an der Spitze, will von diesen Plänen nichts wissen. 


Rubiales führt Gründe wie Wettbewerbsverzerrung für die negative Haltung des Verbandes an und weist darüber hinaus auf die den Klubs fehlenden Genehmigungen hin. Derer sind es fünf (von der MLS, der FIFA, der CONCACAF, des amerikanischen Verbandes und natürlich des spanischen Verbandes selbst). 


Für's erste ist der Alptraum vieler Traditionalisten, ein spanisches Ligaspiel gute 10.000 Kilometer von Spanien entfernt in den USA ausgetragen zu sehen, vom Tisch. Doch man kann davon ausgehen, dass der nächste Vorstoß schon in Kürze kommen wird.