Mittelfeldstratege László Bénes gehört zu den Gewinnern der bisherigen Saison bei ​Borussia Mönchengladbach. Nach seiner Leihe beim Zweitligisten Holstein Kiel trumpft der junge Slowake auf. Dabei hatte Bénes es nicht leicht sich bei der Borussia durchzusetzen. Trainer Marco Rose zeigt sich begeistert von seinem Schützling. 


László Bénes wechselte im Sommer 2016 für eine Ablöse von zwei Millionen Euro aus der Slowakei von MSK Zilina an den Niederrhein. Auf Anhieb konnte sich der Slowake nicht bei Borussia Mönchengladbach etablieren und sammelte zumeist Einsatzzeiten bei der zweiten Mannschaft der Fohlen.


Sein Debüt in der Bundesliga konnte Bénes dann am 19.03.2017 gegen ​Bayern München feiern, als er bei der 1:0-Niederlage gegen die Münchener eingewechselt wurde. Anschließend stand Bénes bei den verbliebenen neun Bundesliga Spielen in sieben Spielen auf dem Platz und erzielte in seinem zweiten Einsatz gegen ​Hertha BSC Berlin direkt sein erstes Tor. 


Die darauf folgende Saison verlief für den zentralen Mittelfeldspieler weniger erfreulich, mit einem Mittelfußbruch musste Bénes fast die gesamte Saison aussetzen und kam letztendlich nur auf zwei Einsätze. 


Nachdem Bénes in der Hinrunde der Saison 2018/2019 von Ex-Trainer Dieter Hecking kaum Chancen erhielt, entscheid man sich bei der Borussia, den jungen Slowaken in die zweite Bundesliga an ​Holstein Kiel auszuleihen. Dort sollte Bénes Spielpraxis sammeln konnte und sich weiterentwickeln. Der Plan der Borussia ging dabei voll auf, bei Holstein Kiel konnte Bénes in der zweiten Liga 15 Partien bestreiten, erzielte zwei Tore und bereitete sechs weitere vor.


Bénes beißt sich durch


Unter dem neuen Trainer Marco Rose sollte László Bénes dann auch seine Chance bei den Fohlen erhalten. Bei Borussia Mönchengladbach stand der Slowake bisher in sechs von sieben Bundesligaspielen dem Platz und konnte bereits zwei Tore vorbereiten. ​Anders als Mickaël Cuisance, der sich im Sommer dafür entschied mit einem Wechsel zum FC Bayern einen neuen Weg zu gehen, stellte sich Bénes dem Konkurrenzkampf in Gladbach. 


Dabei profitierte Bénes letztlich auch von der Verletzung seines Mannschaftskameraden Jonas Hofmann, der sich im DFB-Pokal gegen den SV Sandhausen einen Innenbandriss zugezogen hatte, sich mittlerweile aber wieder im Mannschaftstraining befindet. Diese Chance nutze Bénes jedoch, so konnte er in dieser Saison bisher glänzen und hat im Konkurrenzkampf mit Jonas Hofmann überzeugende Argumente vorliefern können. 


Auch in der Nationalmannschaf konnte Bénes in der Länderspielpause überzeugen. Bei seinem dritten Einsatz für die Slowakei bereite Bénes beim 1:1 gegen Paraguay den Führungstreffer vor. An Selbstvertrauen sollte es dem 22-jährigen also zur Zeit nicht mangeln. 


Marco Rose schwärmt vom Youngster


Gladbach Trainer Marco Rose zeigt sich gegenüber dem kicker begeistert von seinem Schützling: "Laci ist ein intuitiver Spieler, aber nicht nur, er macht auch viele Dinge sehr bewusst. ​Er hat eine sehr gute Orientierung auf dem Platz, einen sehr guten ersten Kontakt und er spielt gute Pässe und schießt gute Standards." 


Gerade bei den Standards fehlte den Gladbachern in den letzten Jahren nach dem Abgang von Freistoßkünstler Juan Arango jemand, der auch bei ruhenden Bällen echte Gefahr ausstrahlen konnte. Mit László Bénes konnte die Borussia in dieser Saison hier bereits Fortschritte verzeichnen und in allen Wettberwerben bereits vier Tore nach Standardsituationen erzielen. 


Bénes gehört demnach bisher zu den Leistungsträgern bei der Fohlenelf und wird aller Voraussicht auch beim Topspiel am Samstag Abend in Dortmund (18:30 Uhr) in der Startelf stehen. In den nächsten wegweisenden Wochen bei der Borussia warten schwere Aufgaben - nach dem Topspiel gegen den BVB warten Eintracht Frankfurt und Bayer Leverkusen, im DFB-Pokal gastiert man erneut in Dortmund und in der Europa League stehen nach dem verpatzten Start, die beiden Endspiele gegen die Roma an. Es wird sich zeigen ob es Bénes gelingen wird, auch in diesen Spielen weiterhin ein wichtiger Faktor zu sein.