Schon vor einem Jahr wollte Jean-Philippe Gbamin den FSV Mainz 05 verlassen, in diesem Sommer ging sein Wunsch schlussendlich in Erfüllung. Für 25 Millionen Euro schloss er sich dem FC Everton an, der Start auf der Insel verlief allerdings überhaupt nicht nach Maß. Nach einer Oberschenkelverletzung wird Gbamin voraussichtlich erst im kommenden Jahr wieder zurückkehren, wie die Toffees auf der Vereinswebsite erklärten.


​Als Arsenal London im Sommer 2018 angeklopft haben soll, blieb Mainz 05-Sportvorstand Rouven Schröder hart. Trotz einer kolportierten Ablösesumme über 35 Millionen Euro stemmten sich die Verantwortlichen gegen einen Transfer von Jean-Philippe Gbamin, einigten sich mit dem defensiven Mittelfeldspieler sogar kurz vor Ende der Transferperiode auf eine Vertragsverlängerung bis 2023.


Gbamin blieb wie erwartet Stammspieler und absolvierte 31 Bundesligaspiele, doch schon im Mai äußerte er bei BILD seinen erneuten Wechselwunsch, der ihm in diesem Jahr erfüllt werden sollte: "Letztes Jahr hatte der Verein die Entscheidung getroffen, dass ich nicht wechseln durfte. Das habe ich akzeptiert, schnell abgehakt und auch verarbeitet. Aber diesen Sommer kann es anders ausgehen. Der Klub ist darüber informiert, dass ich jetzt den nächsten Schritt machen möchte. Ich hoffe, dass ich wechseln darf."


Das Fußballjahr 2019 ist für Gbamin bereits gelaufen


Mainz gab nach, verkaufte den ivorischen Nationalspieler für 25 Millionen Euro. Der zweitteuerste Transfer der Vereinsgeschichte schlug an der Mersey allerdings nicht ein. Nach zwei Einsätzen in der Premier League gegen Crystal Palace (0:0) und dem FC Watford (1:0) verletzte sich Gbamin am Oberschenkel, seit dem dritten Spieltag muss Trainer Marco Silva auf seinen neuen Abräumer, der als Ersatz für den zu Paris St. Germain abgewanderten Idrissa Gueye verpflichtet wurde, verzichten.

Am Mittwoch gaben die Toffees die nächste Hiobsbotschaft bekannt: Gbamin wird etwa drei weitere Monate ausfallen. Seit Anfang des Monats habe er sich wieder im Training befunden, nach einem Rückschlag vor wenigen Tagen habe er sich allerdings am Dienstag einer Operation in Frankreich unterziehen müssen. In diesem Jahr wird er mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr zum Einsatz kommen, erst im Frühjahr 2020 ist wieder mit ihm zu rechnen. Danach bleibt zu hoffen, dass er an seine Bestform aus Mainzer Tagen anknüpfen kann.