Mit sieben Torbeteiligungen in der Bundesliga zählte Hanno Behrens in der abgelaufenen Spielzeit wieder einmal zu den wichtigsten Spielern beim 1. FC Nürnberg. In dieser Saison musste der 29-Jährige lange auf sein erstes Tor warten, Grund dafür war die neue Ausrichtung unter Damir Canadi. Nach dem Systemwechsel vor der Länderspielpause darf Behrens nun wieder in einer offensiveren Rolle antreten. "Das liegt mir", freut sich der Kapitän gegenüber dem kicker


Nominell kann Behrens zwar sowohl auf der Sechs als auch auf der Acht agieren, doch auf der vorgezogenen Achter-Position im zentralen Mittelfeld kommen seine offensiven Qualitäten deutlich besser zum Tragen.


Im 3-5-2 System von Canadi leistete Behrens den defensiveren Part, während Nikola Dovedan in zentraler Rolle hinter den Spitzen gemeinsam mit den Außenverteidigern Tim Handwerker und Enrico Valentini häufiger im letzten Drittel in Erscheinung trat. Nach dem 3:3-Remis beim SV Darmstadt stellte Canadi aber um, wählte im darauffolgenden Spiel gegen den Karlsruher SC (1:1) zunächst ein flaches 4-4-2.


Zum Absteiger-Duell gegen Hannover 96, das der FCN mit 4:0 für sich entscheiden konnte, wagte der 49-Jährige eine weitere Umstellung: Die Franken formierten sich nun in einem 4-3-3, Lukas Jäger gab den Abräumer auf der Sechs, Johannes Geis und Hanno Behrens waren für offensive Akzente auf der Acht verantwortlich.


Jäger hält Behrens den Rücken frei


Die Wirkung war sofort erkennbar: Sowohl gegen Hannover als auch im Heimspiel gegen den FC St. Pauli (1:1) erzielte Behrens je ein Tor, war am und im gegnerischen Strafraum deutlich präsenter als in den Wochen zuvor. "Das liegt mir, ich kann in den Sechzehner reinstoßen, komme öfter vor das Tor", sagt er über seine neue Rolle. "Es macht schon etwas aus, wenn man Lukas Jäger als Sechser hinter sich hat, der viel abläuft. So kann ich meine Stärken weiter vorne einbringen."


Seit sechs Spielen sind die Nürnberger ungeschlagen, aufgrund der zahlreichen Unentschieden beträgt der Rückstand auf den dritten Tabellenplatz aber fünf Punkte. Die vergangenen beiden Spiele machen Mut, dass die Serie in den kommenden Duellen mit Erzgebirge Aue und Jahn Regensburg anhält - denn in Zukunft müssen die Gegner auch wieder ein Auge auf Hanno Behrens werfen.