Dem ​FC Bayern München steht in den nächsten Jahren eine Umstrukturierung in der Führungs-Etage bevor. Im November wird Uli Hoeneß sein Amt als Präsident abgeben, Karl-Heinz Rummenigge wird ebenfalls in den nächsten Jahren kürzertreten und auch Niko Kovac ist als Chefcoach nicht unumstritten. Der deutsche Rekordmeister könnte sich mit (ehemaligen) Vereins-Ikonen neu aufstellen und eine neue Zeitrechnung beginnen.


Im Kader von Bayern München musste und muss noch immer einiges für die langfristige Entwicklung umgestellt und geplant werden, vor allem nach Abgängen von Arjen Robben und ​Franck Ribery. Eine ähnliche Situation erwartet den Verein in den kommenden Jahren auf der Führungsebene. Dabei könnte man zahlreiche ehemalige Spieler einsetzen und so die erfolgreiche Arbeit fortsetzen. 


Hoeneß und Rummenigge werden nach und nach gehen - Vorkehrungen teilweise schon getroffen


Prominenteste Veränderung: ​Uli Hoeneß wird sein Amt als FCB-Präsident im November niederlegen. Auch wenn mit Wunsch-Nachfolger Herbert Hainer bereits ein Erbe gefunden zu sein scheint, steht der Hoeneß-Abgang symbolisch und exemplarisch für die sich fortsetzende Veränderung im Verein. Sollte er bis 2023 im Aufsichtsrat bleiben, wird auch Karl-Heinz Rummenigge nicht von heute auf morgen seine Position als Vorstandsvorsitzender ablegen. 


Nichtsdestotrotz plant man schon weitere Besetzungen. An vorderster Front: Ehemalige Spieler, die zurückkehren und im Verein arbeiten sollen. Mit ​Hasan Salihamidzic als Sportdirektor hat man so etwas bereits umgesetzt - sowie mit Oliver Kahn, der ​ab dem 1. Januar 2020 Mitglied des Vorstands wird und langfristig gesehen auch Rummenigge als Vorsitzenden (2022) ablösen soll. 


Auch andere ehemalige Profis des FC Bayern werden in den nächsten Jahren zu geeigneten Kandidaten für (größere) interne Posten. Miroslav Klose, derzeit Trainer der U17, sieht es "gewisser Weise als Ziel" (via dpa) an, auch mal Cheftrainer zu werden. Mark van Bommel und Xabi Alonso könnten für diesen Posten, ob früher oder später, ebenfalls Kandidaten sein.

Möglichkeiten für den Trainerposten: van Bommel, Alonso und Schweinsteiger


Van Bommel war bereits Co-Trainer der australischen Nationalmannschaft und ist seit 2018 erfolgreicher Cheftrainer von PSV Eindhoven. Sollte man den Weg, Spieler erneut zu integrieren, weitergehen wollen, wäre auch er eine Option. Wenn es nach Timo Baumgartl geht (seit Sommer bei Eindhoven), wäre das Potenzial definitiv da, wie er gegenüber der Sportbild erzählte: "Mark van Bommel hat das Zeug, ein großer Trainer zu werden. [...] Wenn sich unser Trainer so weiterentwickelt, hat er sicher eine große Zukunft vor sich - und kann eines Tages einer für Bayern sei."

Mark Van Bommel

Seit 2018 ist van Bommel mit Eindhoven der größte Widersacher von Ajax Amsterdam



Rummenigge hatte vor ein paar Monaten auch vorgeschlagen und es als eine Art Wunsch gesehen, wenn Xabi Alonso einmal Trainer für den FCB werden würde - damals einer von vielen kleinen Affronts gegen Niko Kovac. 


Auch Bastian Schweinsteiger, ​der seine Karriere zum Jahresende beenden wird, steht noch immer für den Verein. Ottmar Hitzfeld fände eine Einbindung ebenfalls "schön", dazu sieht er in ihm ebenfalls das Potenzial, ein guter Trainer zu werden: "Bastian war als Spieler Weltklasse, er hatte immer ein großes taktisches Verständnis. [...] Ich denke, dass aus ihm ein sehr guter Lehrmeister und Trainer werden kann." (via Sportbild)

Auch Lahm noch immer ein Thema - Möglichkeit einer eigenen Ära


Auch Philipp Lahm, der anstatt Salihamidzic zunächst Sportdirektor werden sollte, dies jedoch abgelehnt hat, wird in den Plänen noch immer eine Rolle spielen. Derzeit ist er u.a. als Botschafter der Europameisterschaft 2024 in Deutschland unterwegs. Zusammen mit Oliver Kahn könnte er aus dem Verantwortungsbereich heraus die Geschicke des deutschen Rekordmeisters leiten. 


Man merkt schnell: Bayern kann, will und wird eine Reihe von ausgezeichnet ausgebildeten, ehemaligen Spielern in neuen, weiterführenden Positionen integrieren. So werden Oliver Kahn, Miroslav Klose, Bastian Schweinsteiger und Co. - so wie Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge - früher oder später eine eigene Zeitrechnung beim FC Bayern prägen und gestalten. Man hat die Möglichkeit, verschiedene Positionen mit verschiedenen Leuten zu besetzen, sodass man auch für die mittel- und langfristige Entwicklung einen guten Plan hat, um die Dominanz zu wahren und sich weiterhin zu vergrößern.