​Im Winter 2017 kam ​Kyriakos Papadopoulos über die Leihstation RB Leipzig von Bayer Leverkusen zum ​Hamburger SV. Nach einem starken halben Jahr in der Hansestadt, in dem der lange am Abgrund taumelnde Klub erst am letzten Spieltag die endgültige Rettung schaffte, wurde das von allen gefeierte "Mentalitätsmonster" für sieben Millionen Euro fix verpflichtet. Doch danach begann eine bis heute währende Leidenszeit für den Griechen und den Klub. Die im Winter ihr definitives Ende finden wird.


Abstieg nach der ersten kompletten Saison für den HSV


Die Saison 2017/18 wurde für den HSV historisch im negativen Sinn. Am Ende derselben stand der erstmalige Abstieg in Liga 2. Nachdem der Schock verdaut war, wollten alle Beteiligten in der nachfolgenden Saison angreifen. Doch Papa verletzte sich in der Vorbereitung auf die Zweitliga-Spielzeit schwer am Knie, kam im Grunde bis zum Ende der Saison nicht mehr auf Touren und musste am Ende von außen zusehen, wie auch das Ziel Wiederaufstieg verpasst wurde. 


In der Hierarchie durchgereicht


In der laufenden Spielzeit kam der Grieche erst auf zwei Einsätze und ist in der Hierarchie der Innenverteidiger mittlerweile auf den sechsten und letzten Platz (hinter Jung, van Drongelen, Ewerton, Letschert und David) durchgereicht worden. 


In der Konsequenz suchte Papa nun vor Kurzem das Gespräch mit seinem Vorgesetzten: 

"Papa und ich haben zwei, drei offene Gespräche gehabt, wo er seine Situation eingeschätzt hat und ich auch. Es ist durch die Rückkehr von Timo Letschert und Ewerton für ihn noch einmal ein bisschen schwerer geworden", kommentiert Hecking den Austausch mit dem Spieler gegenüber der Mopo


"Papa hat damit natürlich ein Problem gehabt, das ist klar, weil er immer spielen will. Er fühlt sich jetzt auch wieder topfit nach dem schweren Jahr, das er letztes Jahr gehabt hat. Aber von ihm kam der klare Wunsch, dass er im Winter den Verein verlassen möchte. Ich denke, dass es wichtig ist, dass er eine Zufriedenheit hat, aber dass unsere Ziele dadurch nicht gefährdet werden, indem wir immer wieder etwas in der Kabine haben, wo Unruhe aufkommen könnte. Wir brauchen totalen Fokus und der ist bei Papa in dem Moment nicht mehr gegeben, in dem er sagt, dass er im Winter wechseln möchte." 


Bis dahin wird sich der 29-fache Nationalspieler Griechenlands bei der Regionalliga-Mannschaft des HSV fit halten.