Für die rassistischen Vorfälle beim EM-Qualifikationsspiel zwischen Bulgarien und England klagt die UEFA den bulgarischen Verband an. Dem Verband droht vorerst eine hohe Geldstrafe sowie ein Spiel vor leeren Rängen.


Es waren unschöne Szenen am Montagabend in Sofia. Fans der bulgarischen Fraktion verhöhnten die dunkelhäutigen englischen Nationalspieler mit Affenlauten, einige Idioten zeigten sogar den Hitlergruß. Ein Schandfleck in der (bulgarischen) Fußballgeschichte. Die UEFA stand und steht nun in der Bringschuld. Vorerst wird der bulgarische Verband angeklagt.


Dem Verband wird rassistisches Verhalten, eine Störung der Nationalhymne, sowie das Werfen von Gegenständen vorgeworfen. Wie die Bild berichtet, droht dem Verband laut den Regularien der UEFA eine Geldstrafe in Höhe von 50.000 Euro sowie ein Spiel vor leeren Rängen. Damit dürften sich die empörten Fans und Verantwortlichen der englischen Nationalmannschaft aber nicht zufrieden geben. Es ist an der Zeit, dass die UEFA ein deutliches Zeichen gegen Rassismus setzt.


Bulgarischer Präsident tritt zurück - auch englischer Verband angeklagt


Der bulgarische Verbandspräsident Borislav Mihailov zog bereits seine persönliche Konsequenz und trat von seinem Amt zurück. Im Sommer fielen bulgarische Fans im rassistischen Kontext bereits während der Spiele gegen Tschechien und den Kosovo negativ auf. Im Zuge der Vorfälle von Sofia wurde auch der englische Verband für das Stören der Nationalhymne und eine mangelnde Bereitstellung von Ordnern angeklagt; den Three Lions droht allerdings eine deutlich moderatere Strafe.