​In der Vergangenheit brachte brachte ​Borussia Mönchengladbach mehrfach Talente zum Vorschein, denen eine steile Karriere vorausgesagt wurde. ​Einige dieser Spieler gingen ihren Weg, andere scheiterten jedoch an der hohen Anspruchshaltung. Wir blicken auf verschiedene Spieler der letzten Jahre zurück.


Einige der Talente, die sich in der Nachwuchsabteilung der Borussia weiterentwickelten, konnten sich entweder nicht richtig bei der Borussia durchsetzen oder entschieden, ihre Karriere an anderer Stelle fortzuführen, da sie sich dort eine größere Chance versprachen. Wiederum andere wie z.B. Patrick Herrmann oder Tony Jantschke konnten sich in der ​Bundesliga bei Borussia Mönchengladbach etablieren. 

​Wir schauen, was aus ehemaligen Talenten aus dem Fohlenstall wurde. 


Marcell Jansen


Unter dem damaligen Trainer Dick Advocaat gab Marcell Jansen bei der 6:0-Niederlage gegen Hertha BSC Berlin sein Debüt für Borussia Mönchengladbach. Anschließend konnte sich der damals junge Linksverteidiger bei Borussia Mönchengladbach festspielen. 


Nachdem Borussia Mönchengladbach 2007 aus der Bundesliga abstiegen war, wechselte Jansen für eine Ablöse von 14 Millionen Euro zum ​FC BayernBeim Rekordmeister konnte sich Marcell Jansen aber nicht langfristig durchsetzten und wechselte etwa ein Jahr später an die Elbe zum ​Hamburger SV. Dort gehörte Marcell Jansen zu den Leistungsträgern und bestritt 187 Spiele für den HSV.


2015 beendete er überraschend bereits im Alter von 29 Jahren seine Karriere. Mittlerweile ist der 33-jährige Präsident des HSV und verfolgt gemeinsam mit dem Ex-Trainer der Borussen Dieter Hecking das Ziel den HSV in die Erstklassigkeit zurückzuführen. 

​Zudem ist Marcell Janssen als Unternehmer in den Bereichen Sport, Lifestyle, Gesundheit und Digitalisierung tätig und dort nach seiner Karriere weiterhin sehr erfolgreich. 


Marko Marin


Der mittlerweile 30-jährige Offensivspieler hat eine bewegte Karriere mit einigen Stationen hinter sich. 2007 stieg Marko Marin gemeinsam mit Borussia Mönchengladbach in die zweite Bundesliga ab, etablierte sich in der zweiten Liga im Kader der Fohlen und schaffte mit ihnen den direkten Wiederaufstieg. 


Nach einer starken Bundesliga-Saison 2008/2009 wechselte ​er für 8,2 Millionen Euro zum ​SV Werder Bremen, wo er drei weitere Jahre in der Bundesliga als Stammspieler verbrachte. Nach drei Jahren in Bremen wechselte Marin 2012 für acht Millionen Euro Ablöse zum FC Chelsea, wo es ihm nicht gelungen ist, sich zu etablieren. 


​Vom FC Chelsea wurde Marin an den FC Sevilla, AC Florenz, RSC Anderlecht und an Trabzonspor verliehen, ehe er 2016 zu Olympiakos Piräus wechselte. Dort konnte Marin immerhin Spielpraxis sammeln, ehe er zwei Jahre später für eine Ablöse von 700.000 Euro zu Roter Stern Belgrad. Dort erlebt Marin momentan den zweiten Frühling seiner Karriere, konnte sowohl national, als auch international überzeugen und befindet sich mit Roter Stern unter anderem mit Bayern München in einer Champions-League-Gruppe. 


Yunus Malli


Nachdem es Yunus Malli nicht gelungen ist, sich bei Borussia Mönchengladbach durchzusetzen, wechselte der mittlerweile 27-jährige Türke ablösefrei zum ​FSV Mainz 05. Nach fünfeinhalb Jahren bei den Mainzern, mit 55 Torbeteiligungen in 146 Bundesliga Partien wechselte der offensive Mittelfeldspieler in der Winter Transferperiode 2017 für eine stolze Ablösesumme von 12,5 Millionen Euro zum ​VfL Wolfsburg, wo er seitdem 79 Bundesliga Spiele bestritt. 

Nach einer für ihn persönlich schwachen letzten Saison mit nur drei Torbeteiligungen aus 21 Spielen kam der Offensivspieler in dieser Saison unter dem neuen Trainer Oliver Glasner noch nicht zum Einsatz, in zwei Spielen stand er nicht einmal im Kader der Wölfe. 
​Der Kontrakt von Yunus Malli beim VfL Wolfsburg läuft noch bis 2021. Aufgrund der bisher guten Saison des VfL wird sich Mallis Situation wohl vorerst nicht ändern. 


Alexander Baumjohann


​Alexander Baumjohann durchlief die U-Mannschaften des FC Schalke 04 und wechselte 2007 für eine Ablöse von 250.000 Euro von den Königsblauen an den Niederrhein. In der zweiten Bundesliga absolvierte Baumjohann bei den Gladbachern lediglich ein Spiel, nach dem Aufstieg in Bundesliga in der Saison 2007/2008 konnte sich Baumjohann jedoch bei den Borussen etablieren, ehe er im Sommer 2009 ablösefrei zu Bayern München wechselte. 


Dort konnte sich Baumjohann nicht durchsetzten. Von Bayern München wechselte Baumjohann für eine Millionen Euro Ablöse zurück zu ​Schalke 04. Nach einer ebenfalls erfolglosen Zeit bei den Knappen, ging es für den offensiven Mittelfeldspieler zum 1.FC Kaiserslautern, von dort aus ein Jahr später zu ​Hertha BSC Berlin, jeweils ablösefrei. Nach einem guten Start bei den Berlinern zog sich Baumjohann einen Kreuzbandriss zu. Die nächsten Jahre seiner Karriere wurden von vielen Verletzungen beeinflusst. 


Nachdem Baumjohann in der Saison 2015/2016 noch 24 Spiele für die Hertha bestritt, versank Baumjohann in der darauf folgenden Saison bei den Berlinern in der Bedeutungslosigkeit. Er stand in keinem Spiel im Kader und kam lediglich in drei Spielen bei der zweiten Mannschaft der Hertha in der Regionalliga Nordost zum Einsatz.


Anschließend wechselte er ablösefrei in die zweite brasilianische Liga. Daraufhin strebte Baumjohann den nächsten Wechsel des Kontinents an und wechselte zu den Western Sydney Wanderers nach Australien und folgte dort dem Ruf von Trainer Markus Babbel. Mittlerweile steht der 32-jährige beim australischen Erstligisten Sydney FC unter Vertrag.