Bislang muss Ozan Kabak auf ​Schalke noch auf seinen ersten Startelfeinsatz warten. Für zwei kurze Einwechslungen hat es bisher nur gereicht - für ihn eine neue und ungewohnte Situation, doch David Wagner betont, dass er sich dem Konkurrenzkampf stelle und dabei immer auf einem hohen Niveau sei.


Für Ozan Kabak ist es trotz seines jungen Alters (19) ungewöhnlich, über mehrere Wochen nicht zu spielen. Beim ​VfB Stuttgart absolvierte er in der Rückrunde 15 von 17 Spielen und auch bei Galatasaray Istanbul gehörte er bereits zum wichtigen Stammpersonal. Auf Schalke musste er sich bislang jedoch hinten anstellen - währenddessen soll das Interesse von AC Mailand nicht gebrochen sein, heißt es aus Italien. 


Wagner: Kabak wäre "jederzeit bereit"


David Wagner muss Kabak dementsprechend bei Laune halten. "Er ist voll auf der Höhe und wäre jederzeit bereit", so der Coach gegenüber Der Westen. Wagner weiter: "Er stellt sich dem Konkurrenzkampf, der auf einem ganz hohen Niveau stattfindet." 


Über die letzten Wochen hatten Salif Sané und Benjamin Stambouli mit guten Leistungen ihre Nase vorne, das könne sich jedoch auch schnell ändern, wie Wagner immer betont. So sei auch Matija Nastasic lediglich aus der Startelf gefallen, weil er kränklich gegen ​Hertha BSC aussetzen musste und dementsprechend Sané aushalf und sich für weitere Einsätze empfehlen konnte. 


Genauso kann es auch bei Kabak passieren. Durch seine komplizierte Fußverletzung direkt zu Beginn der Saisonvorbereitung musste er einige Wochen pausieren und den Rückstand aufarbeiten, sowohl spielerisch, als auch taktisch. Man weiß sicherlich, was man an ihm hat. Schon vor der Saison lobte Wagner den ​15-Millionen-Einkauf als "eines der größten Abwehrtalente in diesem Alter in Europa". So wird er seine Chance, sollte er sie demnächst bekommen, auch nutzen müssen. Das wäre seine Gelegenheit, sich in die Startelf zu spielen.


Umstrittene Gesten: Auch Kabak mit dem Militär-Jubel


Kabak hat in den letzten Tagen auch abseits von Schalke für Wirbel gesorgt. Auf Bildern ist zu erkennen, dass auch er als Teil der türkischen Nationalmannschaft den ​höchst umstrittenen Salut-Jubel gezeigt hat. Dieser gilt als Unterstützungsbekundung für die Militäroffensive des türkischen Präsidenten Erdogan in Syrien. Bisher gibt es weder vom Spieler selbst, noch von S04 aus eine Stellungnahme. Man wird sich seine Sichtweise vermutlich erst anhören wollen.