​Der ​FC St. Pauli hat reagiert und Cenk Sahin mit sofortiger Wirkung freigestellt. Der Zweitligist hatte angekündigt, nach dem ​umstrittenen Instagram-Post des 25-Jährigen zum Einsatz der türkischen Armee in Syrien reagieren zu wollen. Zuvor hatten die Pauli-Ultras bereits öffentlich klar Stellung bezogen.


Man wolle Sahin nicht mehr im Pauli-Trikot sehen, so das Statement aus der Fanszene. Und auch der Klub hatte eine Aufarbeitung des Vorfalls angekündigt. Dieser wurde nun abgeschlossen und das Ergebnis am Montagnachmittag verkündet: Cenk Sahin wird mit sofortiger Wirkung vom Trainings- und Spielbetrieb freigestellt. 


Der bis 2021 laufenden Vertrag des ehemaligen türkischen U21-Nationalspielers behält aber seine Gültigkeit. Sahin bekommt aber auch eine Trainings- und Gastspielerlaubnis - heißt, er könnte sich bei einem anderen Klub anbieten und mittrainieren. Die endgültige Trennung dürfte dann im Winter erfolgen.


Sahin hatte sich mit einem Instagram-Post solidarisch mit den türkischen Truppen und deren Angriff in Syrien gezeigt. Aus Sicht des Klubs sei dies aber nicht mit den Werten, für die der FC St. Pauli steht, vereinbar.


Der Spieler selbst hat sich mittlerweile ebenfalls zu Wort gemeldet. "Wegen der Veröffentlichung gab es Probleme mit Klub und Fans. Die wollten, dass ich das lösche – ich habe es aber nicht gemacht. Sobald ich wieder bei meinem Klub in Deutschland bin, wird sich alles klären. Die Situation gab es schon einmal - jetzt ist es das erste Mal so groß geworden", sagte er zum türkischen Radiosender Radyospor.