Insgesamt sechs Jahre währte die Zeit von Pierre-Michel Lasogga beim ​Hamburger SV. Sechs Jahre, in denen es meist gegen den Abstieg ging. So kann denn auch nicht überraschen, dass die positivsten Augenblicke dieser Ära mit der Relegation 2014 und Lasoggas Tor gegen die SpVgg Greuther Fürth verbunden sind. Im Sommer dieses Jahres wagte der Angreifer noch mal den Sprung in ein sportliches Abenteuer - und ging buchstäblich in die Wüste.


Lasoggas Bilanz: Drei Tore in fünf Spielen


Dort, in der "Stars League" von Katar, des Gastgebers der nächsten Fußball-Weltmeisterschaft, blüht der bullige Angreifer noch mal so richtig auf. Vielleicht auch den mehr als rosigen finanziellen Umständen geschuldet. Was er in Hamburg brutto gezahlt bekam (um die vier Millionen Euro), erhält er im Wüstenstaat netto. 


Und wenn die Rahmenbedingungen passen, klappt es auch mit der Leistung auf dem Platz. Nach fünf Spielen liegt Lasoggas Klub Al-Arabi Doha noch ungeschlagen auf dem dritten Platz. Dabei konnte der ehemalige HSV-Stürmer drei Treffer erzielen. Nicht zuletzt deshalb fällt Lasoggas Fazit seiner ersten Monate in Katar positiv aus: "Ich fühle mich hier absolut wohl. Es war der richtige Schritt für mich und meine Familie im Sommer nach Katar zu wechseln. Auch wenn wir natürlich Hamburg alle ein bisschen vermissen", bilanziert der Stürmer seine bisherigen Erfahrungen in der Wüste. (Quelle: kickfieber.de). 


Keine Zukunft in Katars Nationalmannschaft


Die zwischenzeitlich aufgekommenen Gerüchte über eine mögliche Einbürgerung Lasoggas, um so an der WM 2022 teilnehmen zu können, haben sich als haltlos weil nicht vereinbar mit den FIFA-Statuten erwiesen. Um nämlich für ein Land, in dem man nicht geboren wurde, als Nationalspieler auflaufen zu können, muss man zum Zeitpunkt des Einsatzes mindestens fünf Jahre in dem betreffenden Land gelebt haben. Bei der WM in Katar im Winter 2022 wird Lasogga jedoch erst drei Jahre im Land weilen. So oder so kann man jedoch behaupten, dass die Entscheidung des Spielers, in die Wüste zu gehen, sich als die richtige herausgestellt hat und ganz offensichtlich nicht auf Sand gebaut war.