​Um national und international Erfolge feiern zu können, ist es für die besten Klubs in Europa enorm wichtig, sich auch in der Spitze breit aufzustellen. Nach Adam Riese finden sich auch in dieser Spielzeit daher bislang einige vermeintliche Stammspieler deutlich öfter auf der Ersatzbank wieder, als ihnen lieb ist. 90min gibt einen Überblick über die unzufriedenen Superstars.


Thomas Müller (FC Bayern München)


Seit Wochen ist die häufige Nicht-Berücksichtigung von ​Thomas Müller beim FC Bayern München das vorherrschende Thema. Sogar ein Wechsel, womöglich gar bereits in diesem Winter, gilt nicht mehr als komplett ausgeschlossen. Auch in Zukunft dürfte es für den Ex-Nationalspieler kompliziert bleiben, favorisiert sein Coach Niko Kovac im offensiven Mittelfeld doch eindeutig Barca-Leihgabe Philippe Coutinho.


Mario Götze (Borussia Dortmund)


Auch ​Mario Götze kann mit dem bisherigen Saisonverlauf nicht zufrieden sein. Dabei hatte sich der Weltmeister von 2014 nach einer guten Rückrunde eigentlich für diese Spielzeit eine Menge vorgenommen und wollte mit Borussia Dortmund einen Frontalangriff auf die deutsche Meisterschaft einleiten. 


Insgesamt kann der 27-Jährige bislang aber nur einen einzigen Saisontreffer für sich beanspruchen und konnte auch in Abwesenheit des zuletzt verletzten Paco Alcacer keine überzeugende Werbung in eigener Sache machen. Nach Rückkehr des Spaniers droht daher wieder die Bank.


Olivier Giroud (FC Chelsea)


​Doch nicht nur in der Bundesliga gibt es unzufriedene Spieler. So monierte auch Olivier Giroud unlängst, dass er unter seinem neuen Coach Frank Lampard beim FC Chelsea bislang kaum zum Einsatz kommt. "Das akzeptiere ich nicht. In bestimmten Situationen darf man nicht schicksalsergeben sein. Ich war immer respektvoll und demütig. Auch wenn ich mit dem Trainer nicht einer Meinung bin, kritisiere ich ihn nicht. Aber ich für mich kann die Situation nicht akzeptieren", wird der Franzose von France Football zitiert. 


Aktuell hat bei den Blues in der Sturmspitze der junge Tammy Abraham eindeutig die Nase vorn. Klein beigeben ist für den robusten Mittelstürmer aber keine Option und daher betonte er, dass er sich schon oft "gegen widrige Umstände" durchgesetzt habe. 


Christian Pulisic (FC Chelsea)

Auch Christian Pulisic hätte sich nach seinem Wechsel von Borussia Dortmund zu den Blues eine raschere Eingliederung erwünscht. Der 21-Jährige, der dem FC Chelsea immerhin stolze 64 Millionen Euro wert gewesen war, musste sich bislang mit der ​Rolle eines Teilzeitarbeiters zufriedengeben und wartet noch auf seinen ersten Treffer für seinen neuen Klub.


Ivan Rakitic (FC Barcelona)


Ivan Rakitic startete in diesem Sommer bereits in seine fünfte Spielzeit für den FC Barcelona. Nachdem der kroatische Nationalspieler zuvor lange Zeit unumstritten war, hat er aktuell einen schweren Stand und wurde oftmals nur in der zweiten Halbzeit eingewechselt. Ein Wechsel erscheint längst nicht mehr ausgeschlossen, zumal Neuzugang Frenkie de Jong angesichts seines jugendlichen Alters ohnehin die Zukunft gehört.


Isco (Real Madrid)


Auch im Kader der Königlichen gibt es angesichts der Fülle von Weltstars auch in diesem Jahr unzufriedene Akteure zu entdecken. Einer, der sich mit dieser Saison bislang noch überhaupt nicht anfreunden kann, ist Spielmacher Isco. Ein Grund hierfür ist eine hartnäckige Verletzung des Beinbeugermuskels, die in einer wochenlangen Zwangspause mündete. 


D​och selbst wenn der Spanier fit ist, muss er sich seinem neuen Konkurrenten Eden Hazard erwehren. Um die Teilnahme an der EM 2020 nicht zu gefährden, soll auch der 27-Jährige einem Bericht von El Chiringuito de Jugones über einen baldigen Wechsel nachdenken.


Christian Eriksen (Tottenham Hotspur)


Christian Eriksen erarbeitet sich bei den Spurs in den vergangenen Jahren ein hohes Standing und kam auch in dieser Spielzeit bislang in jedem Pflichtspiel zum Einsatz. ​Tottenham würde daher den gemeinsamen Weg gerne fortsetzten und unterbreitete dem Dänen bereis eine Vertragsverängerung. Der Spielmacher ziert sich aber noch und könnte sich laut der BILD einen ​Wechsel zum FC Bayern München gut vorstellen. Nach sechs Jahren in London scheint aus Sicht des 27-Jährigen die Zeit reif zu sein, für eine Veränderung.


Mesut Özil (FC Arsenal)


Die verzwickte Lage für Mesut Özil beim FC Arsenal ist keineswegs neu. Dass der ehemalige Nationalspieler in dieser Spielzeit erst auf zwei Pflichtspieleinsätze kommt, bleibt aber weiterhin, vor allem hinsichtlich seines enormen Gehalts bei den Gunnners, schlichtweg bizarr. Die Suche nach einem zahlungskräftigen Abnehmer zieht sich schon seit Monaten zäh wie Kaugummi dahin.


​Emre Can (Juventus Turin)


Emre Can ist bislang der größte Leidtragende vom Trainerwechsel bei der Alten Dame. Seit Maurizio Sarri in diesem Sommer in Turin das Zepter übernommen hat, kam der Nationalspieler in der Serie A nur auf drei Einsätze. Endgültig auf die Palme hatte den 25-Jährigen aber erst gebracht, als er ​nicht für die Champions League berücksichtigt wurde.


Paulo Dybala (Juventus Turin)


Neben Emre Can gilt auch Paulo Dybala als einer der derzeit unglücklichsten Spieler bei Juventus. Der 25-Jährige hat eigentlich den Anspruch das Aushängeschild eines europäischen Spitzenvereins zu sein, ist aber auch in dieser Saison im Schatten von Cristiano Ronaldo. Zuletzt dementierte der Argentinier aber vehement jegliche Wechselabsichten.​