​Am Freitag setzte sich die Türkei beim EM-Qualispiel gegen Albanien mit 1:0 durch. Nach dem Siegtreffer reihten sich dabei die türkischen Nationalspieler nebeneinander auf und salutierten mit einem Militärgruß. Da dabei mit Kaan Ayhan und Kenan Karaman auch zwei Profis von ​Fortuna Düsseldorf an dem Vorfall beteiligt waren, stellte sich nun Sportvorstand ​Lutz Pfannenstiel schützend vor seine Spieler.


Der ungewöhnliche Torjubel schlug international hohe Wellen, schließlich ist es von Seiten der UEFA alles andere als gerne gesehen, wenn sich die Spieler auf dem Platz zu politischen Statements hinreißen lassen. Gegenüber der italienischen Nachrichtenagentur ANSA bestätigte ein UEFA-Sprecher daher bereits, dass man von Seiten des Verbandes den Verdacht einer Bezugnahme auf die Offensive türkischer Streitkräfte in Nordsyrien prüfen werde.


Pfannenstiel schützt seine Spieler


Auch die beiden Düsseldorfer Profis Kaan Ayhan und Kenan Karaman waren dabei mitten in der Phalanx der salutierenden Nationalspieler zu sehen gewesen und veranlassten Sportvorstand Lutz Pfannenstiel nun zu einer öffentlichen Stellungsnahme. "Wir kennen Kaan Ayhan und Kenan Karaman seit langer Zeit. Wir sind davon überzeugt, dass ihnen nichts ferner lag, als ein politisches Statement abzugeben. Beide Spieler stehen für die Werte, die unser Verein lebt", wird der 46-Jährige von Spox zitiert.


Darüber hinaus betonten die Düsseldorfer, dass ihre Schützlinge dem Verein gegenüber versichert hätten, dass es sich bei dem Salut lediglich um eine Solidaritätsbekundung für Soldaten und ihre Angehörigen gehandelt habe. Um militärische Ziele sei es dabei aus Sicht der Spieler nicht gegangen, sondern vielmehr darum, dass die Soldaten gesund zu ihren Familien zurückkehren werden. Nach der Rückkehr der beiden Nationalspieler werden aber dennoch weitere Gespräche stattfinden.


Gündogan und Can ebenfalls in der Kritik


Neben den türkischen Spielern auf dem Platz, waren zuletzt auch die beiden deutschen Nationalspieler Emre Can und Ilkay Gündogan in einen veritablen Shitstorm geraten. Die beiden DFB-Spieler mit türkischen Wurzeln hatten ein ​auf Instagram veröffentlichtes Bild der Aktion geliked, revidierten ihren Like aber nur kurz darauf wieder.