Unter dem neuen Trainer Ante Covic wurden die Hierarchien bei Hertha BSC aufgebröselt. Dem zum Opfer fällt Salomon Kalou, der in der Hauptstadt aktuell außen vor ist. Ein Abschied im Winter ist durchaus eine Option für den Ivorer.


Nach einem schwachen Saisonstart fand die Hertha zuletzt wieder in die Spur. Keinen Anteil daran (oder am Stolperstart) hatte Salomon Kalou. Der Ivorer, der eigentlich eine Institution bei der Alten Dame ist, ist unter dem neuen Trainer Ante Covic komplett außen vor. Erst zwei Kurzeinsätze in der Bundesliga und ein Spiel von Beginn an im DFB-Pokal stehen in dieser Saison in Kalous Büchern. Zu wenig für die Ansprüche des 34-Jährigen.


Auf den letzten Zügen seiner Karriere denkt Kalou daher noch mal über einen Tapetenwechsel nach. "Ich will die letzten Jahre im Fußball voll genießen. Dafür muss ich aber spielen", betonte der Stürmer gegenüber der Bild. "Ich hoffe, ich kann bei Hertha noch ein paar Spiele machen. Aber im Fußball gibt es für nichts eine Garantie." Klingt nicht gerade nach Treuebekenntnis. Kalou steht seit fünf Jahren in Berlin unter Vertrag und absolvierte - in der Regel als Stammspieler - 169 Spiele für die Hertha. 


Kalou nimmt Konkurrenzkampf an - Covic weiß um seinen Stellenwert

Ante Covic macht seinem Schützling jedoch zumindest etwas Hoffnung auf mehr Spielzeit: "Salomon wird noch seine Zeiten bekommen", beteuerte Herthas neuer Cheftrainer, der durchaus den Stellenwert von Kalou sieht: "Er ist ein Muster-Profi und ein Vorbild für alle. Er soll weiter Gas geben." 


Kalous Vertrag in der Hauptstadt läuft im Sommer aus, ein Abschied im Winter ist allerdings durchaus eine Option. Bis dahin will sich der 34-Jährige empfehlen - nicht nur für anderen Vereine: "Ich muss auf den richtigen Moment warten und dann zeigen, dass ich das Potential habe, der Mannschaft zu helfen. Aber helfen kann ich nur, wenn ich auf dem Platz stehe. Ich habe keine Angst vor dem Konkurrenzkampf und nehme ihn auch an." Trotzdem stehen die Zeichen eher auf Abschied: "Wenn es die Möglichkeit hier nicht gibt, gibt es sie vielleicht woanders. Für mich kommt es nicht in Frage, dauerhaft auf der Bank zu sitzen."