​Matthias Ginter verletzte sich beim Heimerfolg von ​Borussia Mönchengladbach gegen den FC Augsburg unglücklich und fehlt den Fohlen vorerst. Zunächst hieß es, Ginter würde ungefähr sechs Wochen ausfallen. Die Bild meldete, dass Ginter allerdings wohlmöglich sogar vor einem Blitz-Comeback gegen AS Rom stände. Geht die Borussia damit möglicherweise ein Risiko beim wichtigen Innenverteidiger ein? 


Es lief die 75.Minute, als Ginter in einem Laufduell mit Florian Niederlechner zu eine Grätsche ansetzte, um den Augsburger, der alleine auf Yann Sommer zugelaufen war noch beim Abschluss zu hindern. Niederlechner landete unglücklich auf der Schulter von Matthias Ginter. Die Folge: Ginter zog sich eine Schulterluxation (ausgekugelte Schulter) zu, bei der auch die Bänder und Sehnen in Mitleidenschaft gezogen wurden. 


Einen Tag später konnte man bei der Borussia allerdings aufatmen. Matthias Ginter kommt um eine Operation an der verletzten Schulter herum. Dementsprechend rechnet man mit einer Ausfallzeit von in etwa vier Wochen. Müsste Ginter operiert werden, hätte die Borussia länger auf den Stammspieler verzichten müssen.


Blitz-Comeback in der Europa League? 


Manager Max Eberl sagte gegenüber der Bild: "Seine Schulter kann konservativ behandelt werden, was seine Ausfallzeit verkürzt. Unsere medizinische Abteilung tut auf jeden Fall alles dafür, dass er so schnell wie möglich wieder zurückkommt."


Demnach könnte Ginter sogar das Europa-League-Spiel bei der AS Roma am 24.10. ins Auge gefasst haben. Durch den verpatzen Start mit nur einem Punkt aus zwei Spielen, sollte man ​ausgerechnet beim Favorit der Gruppe unbedingt punkten, sofern man am Niederrhein in Europa überwintern möchte. Keine Frage, dass man in der ewigen Stadt die stärkste Elf auf den Platz stellen möchte, um dort bestehen zu können. 


In der ​Serie A steht die Roma derzeit mit zwölf Punkten aus den ersten sieben Partien auf dem fünften Platz dar. In der Europa League konnte man zum Auftakt einen überzeugenden 4:0-Erfolg gegen Istanbul Basaksehir verzeichnen, kam im zweiten Spiel beim AC Wolfsberg nicht über ein 1:1 hinaus. 


Geht man für Europa bei Ginter ein Risiko ein?


Natürlich gehört Matthias Ginter bei Borussia Mönchengladbach zum absoluten Stammpersonal. In dieser Saison verpasste er noch kein Pflichtspiel und stand jeweils in der Startelf. Umso schwerer wiegt der Ausfall des Nationalspielers vor den richtungsweisenden Wochen bei der Borussia. In der Bundesliga trifft man nach der Länderspielpause beim Top-Spiel am Samstagabend auf Borussia Dortmund, anschließend empfängt man Eintracht Frankfurt, ehe man bei Bayer Leverkusen gastiert. 


In der Europa League warten zwei wegweisende Spiele gegen die Roma (24.10. und 07.11). In der Zwischenzeit trifft man mit dem BVB in der zweiten Runde des DFB-Pokals, am 30.10. um 20:45 Uhr erneut auf den Namensvetter im Signal-Iduna-Park (Live-Übertragung bei der ARD).

​Auf die Fohlen wartet also ein durchaus ansprechendes, aber auch schwieriges Programm in den nächsten drei Wochen. 


Ein derzeitig frühes Comeback des Innenverteidigers käme der Borussia natürlich zu Gute. Ob Ginter aber wirklich schon ein Thema für das Auswärtsspiel beim AS Rom darstellt, ist schwer vorstellbar. Zwar ist das Europa-League-Spiel für Borussia Mönchengladbach von großer Bedeutung, möchte man am Niederrhein doch unbedingt weitere Abende auf europäischer Bühne verbringen. Jedoch sollte Ginter die nötige Zeit eingeräumt werden seine Verletzung umfassend auskurieren zu können, bevor die Fohlen in den entscheidenden Spielen der Bundesliga gegen die direkte Konkurrenz nachher noch länger auf Ginter verzichten müssen. 

Man darf gespannt bleiben, ob die Borussia bei Ginter wirklich das Risiko eingehen wird, ihn schon für das Europa-League-Spiel bei der AS Roma einzuplanen.