​Der ​FC Bayern München ist weiterhin sehr besorgt darüber, dass Lucas Hernandez vom französischen ​Nationaltrainer Didier Deschamps nicht nur für die anstehenden Länderspiele nominiert wurde, sondern trotz lädiertem Knie sogar zum Einsatz kommen soll. Dabei lässt sich der Coach der Equipe tricole anscheinend selbst nicht dadurch von seinem Weg abbringen, dass sein Schützling das gestrige Training vorzeitig abbrechen musste.


Bereits unmittelbar nach der ​Nominierung des variabel einsetzbaren Verteidigers hatten die Münchner keinen Hehl daraus gemacht, was sie von dieser Entscheidung halten. Vor allem ​Mannschaftsarzt Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt zeigte überhaupt kein Verständnis für das seiner Ansicht nach rücksichtslose Verhalten des französischen Verbandes. "Er kann bei den anstehenden Partien der französischen Nationalmannschaft nicht spielen, von daher macht auch eine Abstellung keinen Sinn", so der 77-Jährige.


Hernandez musste Trainingseinheit abbrechen


Laut Informationen der tz soll der erfahrene Mediziner ​seinen französischen Kollegen am gestrigen Donnerstag zudem einen Brief geschickt haben, in dem er seine Bedenken über einen verfrühten Einsatz des angeschlagenen Defensivspieler erneut zum Ausdruck brachte.


Dabei soll er nicht nur vor einem Einsatz bei den beiden Länderspielen gegen Island und die Türkei entschieden abgeraten, sondern auch vor der Gefahr im normalen Trainingsbetrieb gewarnt haben. Wie die Zeitung in Erfahrung gebracht hat, waren diese Vermutungen alles andere als aus der Luft gegriffen, schließlich soll der Bayern-Profi das gestrige Mannschaftstraining der Franzosen aufgrund von Schmerzen in seinem Knie vorzeitig abgebrochen haben.


Deschamps bleibt bei seiner Meinung


Allem Anschein nach treffen die mahnenden Worte der bayrischen Delegation nicht nur bei den französischen Ärzten, sondern auch bei Nationaltrainer Didier Deschamps aber weiterhin auf taube Ohren. "Er ist ausreichend frei von dem, was er hatte, er hat ein gutes Gefühl und er ist verfügbar, um dieses erste Spiel zu beginnen", so der Coach laut RMC.


Hernandez selbst hatte sich zuletzt auf ​Seite der Weltmeister von 2018 gestellt und gegenüber dem TV-Sender M6 jegliche Bedenken von sich geschoben: "Ich hatte ein MRT und alles ist gut, das Hämatom ist weg." Darüber hinaus erklärte der 23-Jährige unlängst, dass er, solange er im Kreise der Nationalmannschaft ist, vorrangig auf die Ratschläge der dortigen Ärzte hören werde.