​Thomas Müller wurde zuletzt von seinem Trainer Niko Kovac zum Dauerreservisten degradiert. Als Folge keimten Gerüchte auf, wonach der Offensivspieler den ​FC Bayern München bereits im kommenden Winter verlassen möchte. Laut BILD-Informationen werden die Bosse für die kommende Transferperiode jedoch voraussichtlich ein Veto einlegen. Im kommenden Sommer könnten die Karten aber neu gemischt werden.


Der 30-jährige Raumdeuter des Rekordmeisters hat derzeit eine Menge Zeit nachzudenken, schließlich spielt er auch bei Bundestrainer Joachim Löw seit Monaten keine Rolle mehr. Anstatt sich im Kreise der Nationalmannschaft auf das bevorstehende EM-Qual-Spiel gegen Estland vorzubereiten, versucht der Angreifer daher beim Training der Daheimgebliebenen an der Säbener Straße, Werbung in eigener Sache zu machen. 


Kovac fordert mehr Geduld ein


Gute Aussichten, in den kommenden Wochen wieder regelmäßiger zum Einsatz zu kommen​, lassen sich aber derzeit nicht erkennen, zumal Kovac seinen Schützling, wenn auch unüberlegt, ​unlängst öffentlich als eine Art Notnagel beschrieb. Beim traditionellen Wiesn-Besuch der Münchner soll der Coach seinen Schützling daher zur Seite genommen und ihm erklärt haben, dass er seine Geduld nicht verlieren dürfe.


Da Müller nunmehr aber bereits seit fünf Spielen auf seinen nächsten Startelfeinsatz wartet, macht sich der Ex-Nationalspieler ernsthafte Gedanken, ob es für ihn zielführend ist, seinen bis zum Sommer 2021 datierten Vertrag auszufüllen. Sollte er nach reiflicher Überlegung eher in Richtung Wechsel tendieren, dürften ​potenzielle Abnehmer zwar gar nicht so einfach zu finden sein, schlussendlich dürfte sich aber wohl doch ein namhafter Klub seiner erbarmen.


Kader der Bayern (noch) zu dünn


Wie die BILD in Erfahrung gebracht haben will, ist ein Wechsel von Müller in diesem Winter aber so gut wie ausgeschlossen. Der größte Bremsklotz eines möglichen Wechsels soll dabei der nicht allzu pralle Kader der Münchner sein. So ist Müller zwar derzeit nur die zweite Wahl, gilt aber dennoch als wichtiger Backup im Falle eines Ausfalls von Philippe Coutinho und/oder Robert Lewandowski.


Müller scheint daher in einer echten Zwickmühle zu stecken. So ist er in der Gunst der Münchner nicht hoch genug, um ein Kandidat für einen festen Platz in der Startelf zu sein. Gleichermaßen ist aber auch nicht ausreichend verzichtbar, um ihm bereits in Bälde einen, dem Vernehmen nach gewünschten, Abschied zu gewähren.


Sommer-Abschied wahrscheinlicher


So wie es aussieht, wird sich Müller daher noch bis zum Sommer gedulden müssen, um einen erneuten Anlauf in Sachen Transfer in Angriff zu nehmen. Bis dahin wird aber noch viel Wasser die Isar hinab fließen und so ist keineswegs ausgeschlossen, dass der ehrgeizige Stürmer bis dahin sein Standing innerhalb der Mannschaft wieder deutlich verbessern kann und so ein Wechsel für ihn selbst nicht mehr derart lukrativ wäre.


Das Spielerprofil von Thomas Müller

​Position​HS
​Alter30​
​Marktwert​35 Mio. Euro
​Vertragslaufzeit​30.06.2021
​Bayern-Spiele​495
​Bayern-Tore​186
​Bayern-Vorlagen​171

(Marktwert laut transfermarkt.de)


Sollte er aber bis dahin doch nicht über seine derzeitigen Teilzeitrolle hinauskommen, könnten die Bayern-Granden ein Einsehen haben. Eine endgültige Entscheidung dürfte aber auch dann vor allem von der allgemeinen Kaderkonstellation des Rekordmeisters abhängig sein.


Gelingt den Bayern ein angedachter Transfer von Bayer-Juwel Kai Havertz und werden auch die Verhandlungen mit Leroy Sane erfolgreich wieder aufgenommen, dürfe Müller womöglich endgültig verzichtbar werden. Auch eine feste Verpflichtung des bislang ausgeliehen Philippe Coutinho spräche eher für ein vorzeitiges Ende der Müller-Ära.