​Das königliche Transfertheater geht in einen weiteren Akt. Der Marca zufolge will Real Madrid im diesjährigen Winter-Transfermarkt einen neuen Anlauf bezüglich des Dänen Christian Eriksen wagen. Der war im Sommer im Zuge des Pogba-Theaters immer mehr in den Hintergrund geraten.


Eriksen:Wechsel noch in diesem Winter?


Doch da hatte der Däne bereits publik gemacht, dass er eine Luftveränderung in seiner Karriere anstrebt. Das Thema Tottenham Hotspur ist für ihn beendet. Sein Vertrag mit den Nordlondonern endet im kommenden Sommer. Logisch, dass Klub-Chef Daniel Levy den Mittelfeldregisseur nicht für lau an die europäische Konkurrenz (neben Real soll auch der FC Bayern München, Manchester United und Juventus Turin an den Diensten des neunzigmaligen Nationalspielers interessiert sein) abgeben will. Dafür ist aber unabdingbar, dass Eriksen im Winter verkauft wird. 


Doch der Däne wiederum liebäugelt mit einem Wechsel erst im Sommer - weil dann das Handgeld entsprechend üppiger ausfällt. Auch das von ihm favorisierte Ziel ist schon ausgemacht: Eriksen will nach Madrid. Und Madrid will Eriksen. 


Was will Zidane?


Oder doch nicht? Trainer Zinédine Zidane hat nie einen Hehl daraus gemacht, seinen Landsmann und Weltmeister Paul Pogba zu bevorzugen. Doch dieser Deal mit Manchester United gestaltet sich weiterhin schwierig - das wird sich im Winter nicht ändern. 

Deshalb sieht die Führungsriege des spanischen Rekordmeisters zum jetzigen Zeitpunkt in Eriksen eine exzellente Alternative. 


Zumal der Preis für den Spieler gegenüber dem Sommer logischerweise gesunken ist. Zwar ist Levy als knallharter Verhandler bekannt, doch viel mehr als 30 Millionen Euro wird er nicht rausschlagen können. Für die Spurs immer noch ein recht gutes Geschäft: 2016 zahlten sie an Ajax Amsterdam 13,5 Millionen Euro. Und für Real, dass diesen Sommer bereits 300 Millionen Euro für Neuverpflichtungen investierte hat, kein schwindelerregender Betrag.


Welche Tendenz setzt sich also am Ende durch bei Real? Die, nach der in der Personalie Pogba noch mal bis zum Äußersten gegangen wird (ganz nach dem gusto des Trainers), oder die, die in Eriksen ein vermeintliches Schnäppchen verortet und lieber heute als morgen zugreift, ehe es die Konkurrenz tut? Der kommende Winter wird die Antworten darauf liefern.