​Borussia Dortmund hat den Kader im Sommer auf 26 Spieler reduziert, weitere Abgänge sind in dieser Saison daher kaum vorstellbar. Dennoch könnte es den ein oder anderen Profi geben, der für mehr Spielpraxis im Januar abgegeben wird. Vier durchaus spekulative Namen werden in der folgenden Liste behandelt.


Leonardo Balerdi

Leonardo Balerdi

Im Januar verpflichtete der BVB Leonard Balerdi für 15,5 Millionen Euro von den Boca Juniors. Die Dienste des 20 Jahre jungen Innenverteidigers waren bei Lucien Favre seitdem noch nicht gefragt, der Schweizer nominierte ihn erst vier Mal für den Kader. 


Selbstverständlich benötigt Balerdi, der seine ersten Erfahrungen im Ausland sammelt, Zeit, um sich zu akklimatisieren; ​einige Fans forderten zuletzt dennoch immer häufiger Spielpraxis in der Bundesliga. Sollte er diese weiterhin nur bei der Reserve erhalten, könnte er gemeinsam mit dem Klub über einen Leihwechsel nachdenken, denn noch sind die Hierarchien klar verteilt: Mats Hummels und Manuel Akanji sind gesetzt, als Ersatz vertraut Favre neben Dan-Axel Zagadou auf Julian Weigl, der eigentlich im defensiven Mittelfeld zuhause ist. 


Mateu Morey

Mateu Morey

Der Transfer von Mateu Morey war von perspektivischer Natur. Der Rechtsverteidiger, der ablösefrei aus der U19 des FC Barcelona zu Schwarz-Gelb wechselte, soll langfristig Routinier Lukasz Piszczek ersetzen. Aufgrund einer Verletzung an der Schulter fiel Morey zu Beginn einige Wochen aus, sammelte beim 2:0-Erfolg der zweiten Mannschaft gegen Rot-Weiß Oberhausen in der Regionalliga West am 30. September erste Spielminuten.

​Bei den Profis ist er noch lange kein Thema. Wenn Piszczek ausfällt, ist Achraf Hakimi zur Stelle, die freie Lücke auf der linken Abwehrseite bekleiden dann Raphael Guerreiro oder der aktuell verletzte Nico Schulz. Auch Morey könnte daher vorerst verliehen werden, um ein wenig Spielpraxis zu sammeln. Wahrscheinlicher ist es aber, dass er sich beim BVB in aller Ruhe entwickelt.


Mahmoud Dahoud

Mahmoud Dahoud

Auch in seinem dritten Jahr in Dortmund weiß Mo Dahoud nicht zu überzeugen. Der Mittelfeldspieler ist hinter Axel Witsel, Thomas Delaney und Julian Weigl nur die vierte Wahl, stand in der laufenden Saison erst zweimal in der Bundesliga auf dem Platz. Weder bei Union Berlin, noch gegen Werder Bremen wusste der 23-Jährige zu überzeugen, zählte eher zu den schwächsten Akteuren auf dem Feld.


Der kicker behauptete im Mai, dass noch immer die Hoffnung bestehe, ​dass Dahoud der Durchbruch gelingt. Davon ist er allerdings weit entfernt. Während Julian Weigl und Raphael Guerreiro trotz zahlreicher Gerüchte geblieben sind, könnte Dahoud den Abflug machen. 


Jacob Bruun Larsen

Jacob Bruun Larsen

Letztes Jahr auf der Überholspur, aktuell in der Warteschlange: Jacob Bruun Larsen durchlebt das erste Tief seit seiner Rückkehr im vergangenen Sommer. Erst 35 Einsatzminuten erhielt der Däne, der sich hinter Jadon Sancho, Thorgan Hazard, Raphael Guerreiro und neuerdings auch Achraf Hakimi anstellen muss.

​Schon im Sommer wurde über einen Wechsel auf Leihbasis spekuliert, im Januar könnte das Thema noch einmal aufkochen. Gegenüber der dänischen Boulevardzeitung BT erklärte er jedoch, keinerlei Wechselabsichten zu hegen: "Im einen Jahr läuft es von Anfang an, im anderen braucht es etwas Zeit. Das ist ganz normal und ich habe deswegen auch keine Ambitionen, Dortmund zu verlassen."