​Es sei wirklich sehr schwierig, so die Marca, in einem Team, in dem ein gewisser Lionel Messi spielt, hervorzustechen. Doch genau dies hat ​Marc-André ter Stegen geschafft. Nach anfänglichen Eingewöhnungsproblemen ist der gebürtige Mönchengladbacher beim​ FC Barcelona mittlerweile zu einem der wichtigsten Spieler gereift. Logisch, dass die Barça-Bosse keine Zeit verlieren wollen, um ihren Torwart längerfristig zu binden. 


Barça plant zeitnahe Vertragsverlängerung


Ter Stegens aktuelles Arbeitspapier, welches im Mai 2017 verlängert wurde, endet im Sommer 2022. Damit nicht irgendein Klub auf "dumme" Gedanken kommt, wird sich - der Marca zufolge - die Führung des spanischen Meisters demnächst mit ter Stegen und dessen Management zusammensetzen, um eine weitere Verlängerung seines Vertrages (dann wohl bis 2025) in die Wege zu leiten. Ter Stegen wäre beim Ablauf desselben dann 33 Jahre alt. Gut möglich also, dass Deutschlands Nummer Zwei seine Karriere in Barcelona beendet. 


Dabei waren die Anfänge schwierig: In seinen ersten beiden Jahren litt er unter einer Art Job-Sharing mit dem Chilenen Claudio Bravo. Der spielte in der Liga, ter Stegen bekam die internationalen Auftritte in der ​Champions LeagueDoch seit der Saison 2016/17 ist ter Stegen die uneingeschränkte Nummer Eins im Kasten der Katalanen - und dies sowohl in der Liga als auch in der Königsklasse. 


Und die seit seiner Ankunft in der Mittelmeermetropole angehäuften Statistiken seines Wirkens erklären auch warum: In mittlerweile 200 Spielen, die er für den FC Barcelona bestritten hat, blieb sein Gehäuse 84 mal (!) sauber. Insgesamt zählten die Datenbänke dabei satte 526 Paraden des Keepers. Einige von ihnen von absoluter Weltklasse wie z.B. beim diesjährigen Champions-League-Spiel beim ​BVB


ter Stegen mittlerweile auch als Spielgestalter aktiv


Doch anscheinend ist ter Stegen das einfache Torwart-Spiel nicht mehr genug. Jetzt fängt er auch noch an, Angriffe abzufangen, um im Anschluss, einem Mittelfeldspieler gleich, einen Traumpass auf seinen Teamkollegen im Sturm, Luís Suárez, aus dem Fuß zu zaubern. Wie kürzlich im Coliseum Alfonso Pérez zu Getafe geschehen. 


Die spanischen Gazetten überschlagen sich angesichts solch phänomenaler Leistungen förmlich in Lobeshymnen auf den 27-Jährigen. Auf der iberischen Halbinsel, und nicht nur in Barcelona, gilt ter Stegen längst als besserer Keeper als Manuel Neuer. Kaum einer in Spanien versteht, warum Löw an Neuer festhält. 


Neuer oder ter Stegen hin oder her - bei Barça wissen sie um die Bedeutung eines Weltklassetorwarts, wie ihn der ehemalige Gladbacher darstellt. Da sich auch der Spieler, nach eigenen Aussagen, in Barcelona pudelwohl fühlt, dürfte einer weiteren Zusammenarbeit in den kommenden Jahren kaum noch etwas im Weg stehen.