Für die anstehende Länderspielpause wurde Lucas Hernandez in die französische Nationalelf berufen. Obwohl Kovac im Voraus um eine Nichtnominierung seines Schützlings bat, wurde der 23-Jährige nun delegiert, trotz Verletzung. In München ist man darüber nicht begeistert:


Zwischen dem ​FC Bayern München und dem französischen Fußballverband bahnen sich Unstimmigkeiten an. Lucas Hernandez soll die französische Nationalmannschaft in den kommenden Länderspielen unterstützen. Das Problem ist aber, dass er in den letzten Spielen verletzt war. Bayern-Trainer Niko Kovac soll deshalb auch den französischen Nationaltrainer Didier Deschamps darum gebeten haben, von einer Nominierung abzusehen.


Deschamps ignoriert Kovac' Bitte

Dieser Bitte kam Deschamps aber nicht nach. Obwohl Hernandez seit seiner Auswechslung in ​Paderborn weder gegen Tottenham, noch gegen ​Hoffenheim auf dem Platz stand oder stehen wird, soll er jetzt also für die „Bleus“ spielen. „Das geht nicht gegen Bayern oder Kovac, aber wir haben auch wichtige Spiele. Ich kenne Lucas gut genug, er ist auch bereit, mit einem Bein zu spielen“, rechtfertigte sich Deschamps. Zudem habe er bereits mit Hernandez gesprochen: „Er will gerne kommen, und ich werde kein Risiko eingehen.“

Nico Kovac

Niko Kovac stellt seinen Schützling nur ungern der französischen Nationalmannschaft ab


Kovac wird von dieser Entscheidung nicht begeistert sein. Der Sport Bild sagte er jüngst, dass er nicht von einer Nominierung ausgehe. Nach seiner Innenbandverletzung im Februar ist der Franzose erst im August wieder fit gewesen. Sein rechtes Knie, was bereits operiert wurde, macht dem Innenverteidiger aber weiterhin Probleme. Daran seien laut Deschamps aber auch die Bayern Schuld: „Lucas hat zu viele Spiele gespielt, aber nicht bei mir. Er hat viele, viele Spiele für Bayern gemacht. Alle drei Tage, obwohl er aus einer Verletzung kam.“