​Der Transfer von ​Douglas Santos vom ​Hamburger SV zu Zenit St.Petersburg in diesem Sommer stellte einen Rekord dar: nie zuvor war ein Spieler aus dem deutschen Unterhaus für mehr Geld gewechselt. Jetzt bekommt der Deal eventuell noch ein juristisches Nachspiel.



Forderung über 1,2 Millionen Euro


Denn: der Berliner Anwalt Marcus Haase fordert vom HSV eine Provision in Höhe von 1,2 Millionen Euro. Die stünde ihm zu, da er für den HSV eine Dienstleistung erbracht habe (nämlich einen Käufer für den brasilianischen Linksverteidiger zu finden). "Die HSV-Verantwortlichen haben mich gebeten, einen Abnehmer für Douglas Santos zu suchen, und Leistungen in Auftrag gegeben, die ich dem HSV gegenüber erbracht habe",  heißt es von ihm wörtlich (Quelle: Die Zeit). Und weiter: "Daher erwarte ich auch eine Vergütung, über die wir konkret im Vorfeld des Transfers gesprochen haben. Ich habe den HSV anwaltlich zur Zahlung dieser Vergütung auffordern lassen." 


Fronten verhärtet


Der Klub sieht das jedoch anders und argumentiert: Marcus Haase habe als Spielerberater für Douglas Santos fungiert, und dementsprechend müsse der Käufer, also Zenit St.Petersburg, die Vergütung von Haases Diensten übernehmen. 


"Ein Anspruch auf Honorar seitens des HSV ist für Herrn Haase weder entstanden noch vereinbart", kommentierte der HSV-Vorstandsvorsitzende Bernd Hoffmann gegenüber der Zeit die Position des Vereins. 


​Vielmehr behauptet der HSV, den Deal selbst eingefädelt zu haben, nachdem die Verhandlungen zwischenzeitlich ins Stocken geraten warenAngesichts derart konfrontierter Stellungen wird die Sache wohl gerichtlich geklärt werden müssen.