​Am heutigen Donnerstag jährt sich zum 28. Mal der Tag der deutschen Einheit. Durch die Verschmelzung der beiden Systeme, wuchsen auch die beiden Nationalmannschaften ineinander. Das letzte Länderspiel der DDR fand bereits im September 1990 statt. Doch wie sehe heutzutage eine Nationalelf der DDR aus? Eins vorneweg: prominente Namen gebe es zuhauf.


Tor: Ralf Fährmann (Chemnitz)


​Zwischen den Pfosten würde wohl Ralf Fährmann den Vorzug erhalten. Der heute 31-Jährige wurde in Chemnitz, damals noch Karl-Marx-Stadt, geboren und war über Jahre hinweg die Nummer Eins des FC Schalke 04. Aktuell ist der Keeper an den englischen Erstligisten Norwich City ausgeliehen.


LV: Marcel Schmelzer (Magdeburg)


Der gebürtige Magdeburger ​Marcel Schmelzer spielt bei Borussia Dortmund unter Trainer Lucien Favre zwar kaum eine Rolle. Was bleibt, ist jedoch die Tatsache, dass der Außenverteidiger für die Borussen bereits über 350 Pflichtspiele abgerissen hat und sich auch 16 Mal das Trikot der deutschen Nationalmannschaft überstreifen durfte.


IV: Toni Leistner (Dresden)


Toni Leistner war lange Zeit für die beiden traditionellen Ostvereine Dynamo Dresden und ​Union Berlin aktiv. Mittlerweile schnürt der 29-Jährige aber für den englischen Zweitligisten Queens Park Rangers die Fußballschuhe. ​


IV: Jordan Torunarigha (Chemnitz)


Mit Jordan Torunarigha könnte die DDR eines der größten Defensivtalente des deutschen Fußballs für sich beanspruchen. Trotz seines jungen Alters von gerade einmal 22 Jahren ist der 1,91-Meter-Schlaks in der Abwehrzentrale von Hertha BSC eine wichtige Alternative.


RV: Tony Jantschke (Hoyerswerda)​


Ähnlich wie sein Pendant auf der linken Abwehrseite, hat auch ​T​ony Jantschke bei seinem Klub Borussia Mönchengladbach mittlerweile einen schweren Stand und ist nur noch selten die erste Wahl. In über 250 Pflichtspielen für die Fohlen, konnte der Verteidiger aber seine Qualitäten bereits oft genug unter Beweis stellen.


Mittelfeld: Toni Kroos (Greifswald)​


Das Aushängeschild der Nationalelf der DDR wäre mit Sicherheit ​Toni Kroos. Der zentrale Mittelfeldspieler ist einer der höchstdekorierten Mittelfeldspieler der Geschichte und Bundestrainer Joachim Löw würde wohl nur äußerst ungern auf den Star von Real Madrid verzichten.


Mittelfeld: Arne Maier (Ludwigsfelde)​


Von einem Nebenmann wie Toni Kroos würde mit Sicherheit auch Arne Maier profitieren. Der Mittelfeldspieler der Hertha wurde in Ludwigsfelde geboren und gilt als eines der größten deutschen Talente auf der Sechs.


Mittelfeld: Maximilian Arnold (Riesa)


Komplettiert wird das sehr spielstarke Mittelfeld der DDR durch Maximilian Arnold. Für das Team von Joachim Löw reichte es für den 25-Jährigen zwar bislang nur zu einem einzigen Einsatz, bei seinem Klub VfL Wolfsburg ist der Edeltechniker aber längst ein absoluter Führungsspieler.


Linksaußen: Leonardo Bittencourt (Leipzig)


Auf dem linken Flügel könnte Leonardo Bittencourt wirbeln. Der Vater des Außenbahnspielers des SV Werder Bremen verbrachte fast seine komplette Karriere bei Ostklubs und auch sein Sohn könnte der DDR eine Prise brasilianische Leichtigkeit verleihen.​


Rechtsaußen: Steven Skrzybski (Berlin)


Der in Berlin-Kaulsdorf geborene Angreifer war über Jahre hinweg das Gesicht von Union Berlin. Im Sommer 2018 zog es den heute 26-Jährigen ins Ruhrgebiet zum FC Schalke 04. In der DDR-Elf wäre der ehrgeizige Dauerlä​ufer mit Sicherheit gesetzt.


Mittelstürmer: Nils Petersen (Wernigerode)


Für die Tore der DDR wäre wohl Nils Petersen zuständig. Der Angreifer wuchs zwar im Osten der Republik auf, hat seine fußballerische Heimat aber längst im Süden beim SC Freiburg gefunden. In 150 Pflichtspielen für die Breisgauer gelangen ihm dabei bereits 78 Treffer. In seinen beiden Auftritten für die deutsche Nationalmannschaft ging der Angreifer hingegen leer aus.