Nach dem dritten Unentschieden in Folge und einem erneut verschenkten Sieg für ​Borussia Dortmund hat sich Michael Zorc über die aktuell vorherrschenden Probleme in der Mannschaft geäußert. Für ihn steht die Defensive im Fokus, wo man speziell Konzentration und Konsequenz vermissen ließe.


Ein ​2:2-Remis gegen Werder Bremen und ​Eintracht Frankfurt ist nicht unbedingt eins der schlechtesten Ergebnisse, und trotzdem sind sie ein erneuter Knick in der Formkurve der Dortmunder. Auf den starken Auftritten gegen den ​FC Barcelona und ​Bayer Leverkusen wollte man aufbauen, was nicht funktioniert hat - stattdessen schenkt der BVB zweimal je zwei Punkte her. 


Zorc: Spieler "nicht in Bestform"


Michael Zorc stößt das sauer auf. Gegenüber der WAZ sagt er deutlich: "Wir haben derzeit zu viele Spieler, die aktuell nicht in Bestform sind." In den letzten beiden Spielen gehe es dabei vor allem um "Fehlervermeidung": "Wir treffen zu oft falsche Entscheidungen. Das ist der Grund, warum wir aktuell auf der Stelle stehen", analysiert der Sportdirektor und sportliche Leiter. 


Nach dem sechsten Spieltag hat man allerdings nur drei Punkte Rückstand auf den aktuellen Tabellenführer Bayern München, die Saison ist noch sehr jung. Dennoch wird man sich so manche Kritik gefallen lassen müssen, wie auch Zorc weiß. Wieso man nach einer dominanten und guten ersten Halbzeit in den zweiten 45 Minuten so nachließ, fragt auch er sich noch: "Ich habe dafür noch keine Erklärung. [...] Warum wir dann in der zweiten Halbzeit ein so offenes Spiel zugelassen haben, verstehe ich nicht."


Dortmund mit zu vielen Gegentoren - fehlende Konzentration und Konsequenz


Der Schlüssel scheint seiner Ansicht nach primär in der Defensive zu liegen. Man bekomme zu viele Gegentore, während man schließlich "nicht immer drei, vier Tore schießen" könne, damit man derartige Spiele über die Bühne bringen kann. Beim 2:2-Ausgleichstreffer, der aus einer Ecke entstand, bei der Dortmund zahlenmäßig mit acht Spielern gegen vier Bremer vor dem Tor stand, sah man ziemlich schlecht aus. Zorc nach, fehle dabei die "Konzentration und absolute Konsequenz im Verteidigen."


Trainer Lucien Favre verteidigt er dennoch gegen sämtliche Kritik. ​Man habe bereits andere, sehr gute Spiele bestritten, sodass für etwaige Diskussionen erst gar kein Grund gegeben sei. Nach dem Spiel gegen​ Slavia Prag am kommenden Mittwoch in der Champions League trifft man in der Bundesliga auf den ​SC Freiburg und ​Borussia Mönchengladbach, bevor es ins Derby gegen ​Schalke 04 geht.