Die Kaderplanung für die neue Saison wurde spät abgeschlossen, abgerissen sind Gerüchte über mögliche Neuzugänge beim ​FC Bayern München aber noch lange nicht. Eine handvoll Spieler wird mit dem Rekordmeister weiterhin in Verbindung gebracht, 90min nimmt die jüngsten Behauptungen unter die Lupe.


Donyell Malen

Donyell Malen

Holland-Knipser Donyell Malen von PSV Eindhoven ist derzeit heiß begehrt. Der 20-Jährige, der in 15 Partien elf Tore erzielte, steht englischen Medienberichten zufolge ​beim FC Liverpool und FC Arsenal  auf dem Zettel - so, wie bei 43 weiteren Klubs (Mirror).


Dazu sollen auch die Münchner Bayern zählen. Der Rekordmeister wurde im Sommer mit Mannschaftskollege Steven Bergwijn in Verbindung gebracht, auch Hakim Ziyech war durchaus ein Thema. Beide Akteure entschieden sich jedoch für einen Verbleib samt Vertragsverlängerung, laut Ziyech haben sich die Verantwortlichen der Münchner zu spät um ihn bemüht. 

​Malen kann sowohl im Sturmzentrum als auch auf den Außenbahnen spielen, schoss Vitesse Arnheim beim 5:0-Heimsieg vor zwei Wochen mit einem Fünferpack ab. Unter Ex-Bayern-Kapitän Mark van Bommel entwickelte er sich zum Stammspieler, debütierte zudem für die niederländische Nationalmannschaft und schoss beim 4:2 gegen Deutschland sein erstes Länderspieltor. Aber: Neben der Tatsache, dass Robert Lewandowski in der Spitze unantastbar ist, sind die Bayern auf den Flügeln mit Kingsley Coman, Serge Gnabry und Ivan Perisic gut besetzt - und ein Spieler steht noch immer ganz oben auf der Wunschliste...


Leroy Sané 

Leroy Sane

Gemeint ist Leroy Sané. Der deutsche Nationalspieler könnte trotz seines erlittenen Kreuzbandanrisses noch immer zu den Münchnern wechseln, Manchester City will den 2021 auslaufenden Vertrag laut einem Bericht des Evening Standard daher noch vor der Winter-Transferperiode verlängern. 

​Bei 'Planet Futbol', einem Podcast des US-Magazins Sports Illustrated, deutete Noch-Präsident Uli Hoeneß einen erneuten Angriff im Januar an (via ​tz): "Wir müssen abwarten, wie sich seine Genesung gestaltet. Im Januar oder Februar werden sich die neuen Entscheidungsträger zusammensetzen und sich Gedanken machen." 

​Klar ist, dass Sané im Fall eines Transfers zum teuersten Neuzugang der Vereinsgeschichte aufsteigen würde. Im Sommer soll es positive Signale von der Spielerseite gegeben haben, ob City überhaupt dazu bereit ist, ihn abzugeben, steht aber auf einem anderen Blatt Papier. Insgesamt scheint alles möglich, die Spekulationen werden zum Ende der Hinrunde wieder mächtig Fahrt aufnehmen.


Ademipo Odubeko

Southampton U16 v Manchester United U16: SuperCupNI

Ademipo Odubeko ist trotz seines jungen Alters von 16 Jahren durchaus begehrt. Der irische Stürmer mit nigerianischen Wurzeln erzielte in der vergangenen Saison 35 Tore in der Nachwuchsabteilung von Manchester United, entschied sich jedoch gegen eine Vertragsverlängerung und ist seit diesem Sommer vereinslos. 


Wie unsere englischen Kollegen von 90min.com in Erfahrung gebracht haben wollen, soll Odubeko unter anderem bei Juventus Turin, Borussia Dortmund und dem FC Bayern auf dem Zettel stehen. Allerdings werde West Ham United aller Voraussicht nach den Zuschlag erhalten.  


Eduardo Camavinga

FRA-LIGUE1-RENNES-PARIS

Mit Eduardo Camavinga soll ein weiterer Teenager im Blickpunkt des Rekordmeisters stehen, wie L'Equipe berichtet (via ​tz). Der defensive Mittelfeldspieler aus der Demokratischen Republik Kongo ist mit nur 16 Jahren Stammspieler in der Ligue 1, absolvierte in dieser Saison alle sieben Ligaspiele im Trikot von Stade Rennes von Beginn an und spielte fünf Mal über 90 Minuten durch.


Einem BILD-Bericht zufolge sei speziell der BVB seit geraumer Zeit interessiert, in Frage komme ein Transfer aber erst im Sommer 2020. Camavingas Marktwert wird bereits auf 20 Millionen Euro taxiert (transfermarkt.de), angeblich beobachten zahlreiche europäische Topklubs den Youngster. Ob er bei einem Klub von solch großem Kaliber so viel Spielpraxis erhalten würde, ist allerdings fraglich - besonders bei den Münchner Bayern ist die Konkurrenz in der Mittelfeldzentrale groß. 


Kai Havertz

Kai Havertz

Kai Havertz ist und bleibt ein Dauerthema beim FC Bayern. Das Juwel von Bayer Leverkusen wird im kommenden Sommer vermutlich wechseln, eine Ablösesumme im dreistelligen Bereich erscheint durchaus realistisch.


Der Rekordmeister fühlte bereits in diesem Sommer vor, Bayer-Geschäftsführer Rudi Völler erklärte aber früh, dass Havertz zumindest in dieser Saison noch für die Werkself auflaufen werde. ​Angeblich beschäftigen sich auch Real Madrid und der FC Barcelona mit Havertz, Borussia Dortmund soll im Fall eines Transfers von Jadon Sancho ebenfalls zum Kreis der Interessenten stoßen wollen. Mit einer vorzeitigen Entscheidung wird aber kaum zu rechnen sein.


Der Poker um Havertz könnte die Bayern in eine Bredouille bringen. Leihgabe Philippe Coutinho findet von Woche zu Woche immer besser ins Spiel, war beim 3:2-Erfolg über den SC Paderborn Dreh- und Angelpunkt im offensiven Mittelfeld. Wie schon beim 4:0 über den 1. FC Köln vor einer Woche zählte Coutinho mit je einem Assist und einem Tor sowie zahlreichen haargenauen Pässen zu den besten Münchnern.

​Die Kaufoption für den Brasilianer liegt bei 120 Millionen Euro. Coutinho hat sich bestens integriert, fühlt sich innerhalb der Mannschaft spürbar wohl. Sollte sich der positive Trend fortsetzen, wäre ein Verzicht auf die Kaufoption kaum nachvollziehbar. 


Eine Konstellation mit Coutinho und Havertz wäre durchaus vorstellbar, dafür müsste Leroy Sané wohl aber in Manchester bleiben, denn auch das Budget des FC Bayern ist begrenzt. Allerdings müsste Niko Kovac dann auch sein 4-2-3-1 System endgültig umbauen, und Thomas Müller müsste sich im Konkurrenzkampf noch weiter hinten anstellen.