​Momentan laboriert ​Christoph Moritz an einem Schlüsselbeinbruch, den er sich bei einem Trainingsunfall (unglückliche Landung nach einem Fallrückzieher) im August zugezogen hat. Für den HSV-Blog Rautenperle stand er jetzt Rede und Antwort. Und nahm dabei kein Blatt vor dem Mund.


Keine "Chemie" zwischen Spieler und Trainer


Die Rückrunde erlebte Moritz nicht in Hamburg. Im Winter nutzte er die Gelegenheit, sich an den Liga-Rivalen Darmstadt 98 ausleihen zu lassen. "Schuld" daran war nicht zuletzt das schlechte Verhältnis zum damaligen Coach ​Hannes Wolf.


"In der Phase im Winter, als ich gerne ausgeliehen werden wollte, war es schon Unterkante Oberlippe. Mir hat das Training und die Art und Weise, wie mit mir und der Mannschaft umgegangen wurde, nicht gefallen", erinnert sich Moritz an jene Wochen. Und führt weiter aus: "Ich habe für mich selber gemerkt, dass mir der Trainer auf den Sack geht und ich ihm. Zudem habe ich keine Perspektive gesehen. Ich wollte dann so schnell wie möglich etwas finden, wo ich wieder Spaß am Fußball habe. Ich hatte das Thema HSV innerlich schon etwas abgehakt." 

Doch wie so häufig kam es anders. 


Vor allem, weil der Trainer Hannes Wolf schon bald wieder Geschichte war in Hamburg. Nach Heckings Inthronisierung als neuer Chef an der Seitenlinie, suchten Spieler wie Trainer den Dialog: "Der Austausch mit Dieter Hecking war für fußballerische Verhältnisse sehr ehrlich. Ich hatte es nicht oft, dass beide Seiten die Karten offen auf den Tisch legen. Nach den ersten Einheiten hat der Trainer dann gesagt, dass es ihm gefallen hat, er aber keine Garantie aussprechen könnte, dass ich spiele." 


"Habe versucht, mich durchzubeißen!"


Grundsätzlich hat sich daran bis heute nicht viel geändert - doch scheint Moritz unter dem neuen Übungsleiter mit dieser Konstellation besser umgehen zu können. Deshalb will Moritz auch für's Erste in Hamburg bleiben. 


Denn: "Wenn ich von einem Verein zum anderen gehe, dann kann die Situation auch so sein. Grundsätzlich fühle ich mich aber wohl in Hamburg. Deswegen habe ich auch versucht, mich durchzubeißen." Ein wenig wird sich Moritz dabei aber noch gedulden müssen. Sein Comeback ist für Mitte bis Ende Oktober anvisiert.