Die Gerüchteküche bleibt auch nach der Schließung des ​Transferfensters auf Zack, schließlich sind es nur noch wenige Monate, bis die Winter-Transferperiode beginnt. Gerade im internationalen Geschäft werden zahlreiche Gerüchte gestreut, 90min nimmt einige von ihnen unter die Lupe.


Mario Mandzukic

Mario Mandzukic

In dieser Saison hat Mario Mandzukic noch keine Pflichtspielminute absolviert. Der Routinier ist unter Maurizio Sarri bei Juventus Turin außen vor, schon im Sommer bestanden Gerüchte um einen Wechsel. Nachdem eine Rückkehr zum FC Bayern München vom Tisch war, soll sich ​Manchester United laut ​Independent mit dem 33-Jährigen beschäftigen.


Bei den Red Devils verabschiedeten sich Romelu Lukaku und Alexis Sanchez, das Duo wechselte im August zu Inter Mailand. Ersatz wurde nicht verpflichtet, schließlich war das Transferfenster auf der Insel bereits geschlossen. Die Offensive ist entsprechend dünn besetzt, die Verletzungen von Anthony Martial und ​Marcus Rashford erschweren die Probleme für Trainer Ole Gunnar Solskjaer.


Dem Bericht zufolge habe United einen Transfer von Mandzukic im Sommer abgelehnt, im Januar werde der Klub unter Umständen aber noch einmal vorstellig. Der Stoßstürmer passt eigentlich nicht in die Philosophie des Norwegers, allerdings täte er der jungen Offensive mit seiner enormen Erfahrung gut. Einen Spieler wie Mandzukic kann jede Mannschaft gebrauchen, zumal er für nicht allzu viel Geld zu haben wäre.


Ousmane Dembélé 

Ousmane Dembele

Deutlich teurer wäre Ousmane Dembélé. Der Franzose gilt laut Independent als zweiter Kandidat für einen Januar-Transfer bei Manchester United.


Dass Dembélé den ​FC Barcelona verlassen wird, ist aber so gut wie ausgeschlossen. Die Katalanen wollen im Januar nicht nachrüsten, sind nach den Abgängen von Malcom (Zenit St. Petersburg) und Philippe Coutinho (FC Bayern München) in der Offensive nicht mehr so breit besetzt wie noch in der vergangenen Saison. Die Ausfälle von Lionel Messi und Luis Suarez haben aufgezeigt, wie schwer sich Barça bei Verletzungen tut - Dembélé ist daher unverzichtbar.


Donyell Malen

Donyell Malen

Beim Auswärtsspiel der niederländischen Nationalmannschaft gegen Deutschland trat Donyell Malen hierzulande erstmals in Erscheinung. Der Angreifer erzielte bei seinem Debüt das 3:2 für die Elftal, für die PSV Eindhoven war er in dieser Saison bereits elf Mal zur Stelle. 


Malen kann auf beiden Flügeln und in der Sturmspitze spielen, laut einem Bericht der englischen Boulevardzeitung The Sun zeigt der ​FC Liverpool ebenso Interesse wie Arsenal London, wo er bereits von 2015 bis 2017 unter Vertrag stand (via ​Metro).


In Liverpool würde er gemeinsam mit Xherdan Shaqiri und Divock Origi das Ersatztrio für Sadio Mané, Roberto Firmino und Mohamed Salah bilden und daher bedeutend weniger Spielzeit erhalten als bei der PSV. Bei Arsenal hingegen haben Pierre-Emerick Aubameyang, Alexandre Lacazette und Nicolas Pépé klar Vorrang, für Malen wäre daher ebenso wenig Platz. Ein Transfer zu einem der beiden Klubs macht für seine Entwicklung nur wenig Sinn.


Rúben Dias

David Abraham,Ruben Dias

Manchester United bemühte sich angeblich schon im Sommer um Rúben Dias von Benfica Lissabon, beim 2:0-Sieg über Gil Vicente am 14. September soll der 22-Jährige laut einem Bericht der portugiesischen Tageszeitung Record von Scouts der Red Devils beobachtet worden sein (via Sky Sports).


​Nach Informationen unserer englischen Kollegen beschäftigt sich auch Manchester City mit Dias, erwägt offenbar einen Transfer im Januar. Beide Klubs könnten die Dienste des Eigengewächses gut gebrauchen, besonders bei City herrscht aufgrund der Verletzungen von Aymeric Laporte und John Stones Notstand. 


Die Skyblues könnten dabei den entscheidenden Vorteil genießen, dass mit Ederson, Joao Cancelo und Bernardo Silva bereits drei portugiesisch sprechende Akteure unter Vertrag stehen - und viele Spieler träumen davon, unter Pep Guardiola zu trainieren. Zudem bestehen bei City bessere Aussichten auf einen Titel, United befindet sich hingegen seit Jahren in einem Abwärtstrend. 


N'Golo Kanté

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Laut einer Meldung des spanischen Online-Portals Defensa Central sollen sich Real Madrid und N'Golo Kanté auf einen Wechsel verständigt haben. Aufgrund der Transfersperre soll der FC Chelsea einen Abgang im Sommer verhindert haben, im nächsten Sommer könnte der Transfer aber noch einmal Fahrt aufnehmen.

​Ende August verletzte sich der Weltmeister am Knöchel, feierte erst beim 1:2 gegen den FC Liverpool sein Comeback. Im defensiven Mittelfeld ist Kanté unersetzlich, dass Chelsea ihn ziehen lassen wird, ist unwahrscheinlich.


Fabián Ruiz 

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Fabián Ruiz wurde zuletzt mit einigen Klubs in Verbindung gebracht, ​so auch mit dem FC Bayern. Angeblich soll sich auch der FC Barcelona mit dem zentralen Mittelfeldspieler beschäftigen, ​laut Mundo Deportivo seien die Katalanen auf den spanischen U21-Europameister aufmerksam geworden. 

​Im Januar wird Barcelona laut Geschäftsführer Óscar Grau nicht investieren (​transfermarkt.de), realistisch wäre ein Wechsel ohnehin nur im Sommer. Allerdings ist Ruiz beim SSC Neapel gesetzt und einer der Schlüsselspieler von Carlo Ancelotti, der ihn nur ungerne abgeben würde.


Sollten Spieler wie Ivan Rakitic oder Arturo Vidal im kommenden Sommer gehen, wäre ein Transfer von Ruiz durchaus vorstellbar. Bis dahin werden aber noch einige Monate vergehen; und an Gerüchten über mögliche Neuzugänge auf Seiten der Katalanen mangelt es nie.