Der ​BVB schwebt auf Wolke Sieben. Nach den überzeugenden Auftritten gegen Bayer Leverkusen und den FC Barcelona konnte die Borussia ihre hohen Ambitionen eindeutig untermauern. ​Mit Eintracht Frankfurt wartet in der Bundesliga am Sonntag nun der nächste Gradmesser für Lucien Favre und seine Mannschaft. Wir haben die Key Points unter die Lupe genommen.

Kann der BVB sein neues Selbstverständnis bestätigen?


Nach der peinlichen Niederlage bei Union Berlin stand der BVB nach der Länderspielpause unter Erfolgsdruck. Dass die Titelforderungen bei Schwarz-Gelb nicht nur Sprüche für die hohle Hand sind und waren, zeigte die Mannschaft von Lucien Favre gegen Leverkusen (4:0) und Barcelona (0:0) eindrucksvoll. Besonders in der Champions League gegen die Katalanen zeigte der BVB, dass er den Anspruch und die Qualität hat, mit den Besten der Welt mitzuhalten. Dieses Selbstverständnis muss die Borussia gegen Frankfurt bestätigen; ein erneuter Lustlos-Auftritt wie gegen Union Berlin wäre zum jetzigen Zeitpunkt ein herber Rückschlag.


Angstgegner Eintracht Frankfurt


In und gegen Frankfurt ​tut sich Borussia Dortmund immer schwer - auch wenn die Bilanz der letzten zehn Spiele mit sechs Siegen und zwei Unentschieden klar für den BVB spricht. Mitunter versalzt die SGE den Schwarz-Gelben aber gerne mal die Suppe. In der Bankenmetropole wartet daher eine schwere Aufgabe auf die Mannschaft von Lucien Favre; immerhin kann Angstgegner Frankfurt der Dortmunder Euphorie einen Dämpfer geben.


Lässt Favre die Reservisten von der Leine?


Englische Wochen, das heißt: viel Tüftelarbeit für die Trainer. Nach laufintensiven Spielen gegen Leverkusen und Barcelona dürften einige BVB-Profis müde sein. Grund zum Wechseln gibt es nach den beiden bärenstarken Spielen aber eigentlich nicht. Lucien Favre muss ein feines Händchen beweisen und den Spagat aus Belastungssteuerung und Ergebnissen zu meistern. Trotzdem dürften einige BVB-Reservisten in Frankfurt eine Chance erhalten: Im Sturm könnte Paco Alcacer eine Pause erhalten, Jacob Bruun Larsen oder Mario Götze könnten starten. Auch Mahmoud Dahoud könnte eine Bewährungschance erhalten. Und in der Innenverteidigung hat Favre mit Dan-Axel Zagadou und Leonardo Balerdi zwei Top-Talente, die bisher noch gar nicht zum Zuge kamen.


​Platzt der kleine Knoten bei Marco Reus?


Der BVB braucht Marco Reus und seine Tore.​ Gegen Barcelona lag es an der mangelhaften Chancenverwertung des Kapitäns, das am Ende nur ein 0:0 für den Bundesligisten heraussprang. Bereits in der vergangenen Saison ließ der BVB beim Unentschieden gegen Frankfurt wichtige Zähler im Meisterschaftsrennen liegen; auch da war es Marco Reus, der einige Hochkaräter liegen ließ. 


Wo spielt Raphael Guerreiro?


Als Linksverteidiger ist Raphael Guerreiro beim BVB nicht eingeplant. Aufgrund der Personalsorgen musste der portugiesische Europameister gegen Leverkusen und Barcelona hinten links aushelfen und machte seine Sache sehr gut. So gut, dass er gegen Eintracht Frankfurt erneut auf der defensiven Position aufläuft?