​Eintracht Frankfurt strauchelt. Nach der Niederlage gegen den ​FC Augsburg sowie die Pleite in der Europa League geht es nun gegen die stark gestarteten ​Dortmunder. Dabei muss Adi Hütter mit seiner Mannschaft noch einige Fragen klären, um perfekt auf die Borussia vorbereitet zu sein. Die Key Points für die Eintracht vor dem Top-Duell.


Wie gut erholt sich Frankfurt von der Europa League? 


Die wichtigste Frage wird natürlich sein, wie die Adler die bittere Pleite aus der Europa League verarbeiten. Gegen den ​FC Arsenal setzte es trotz einer durchaus ansehnlichen Leistung ein 3:0, die Motivation dürfte nun einen kleinen Dämpfer bekommen haben. Ein Sieg war keinesfalls Pflicht, doch die vielen Chancen und die defensive Anfälligkeit dürften einige Zweifel aufgeworfen haben. Die Mannschaft von Adi Hütter muss die (defensiven) Mängel schleunigst aufarbeiten; ansonsten sehen die Adler gegen Dortmunds Turbo-Offensive alt aus.


Besserung in Sachen Chancenverwertung?

Ein großes Manko gegen die Engländer waren dabei die vielen ungenutzten Chancen. Doch bereits in der Liga feuerte die Eintracht wahrlich kein Feuerwerk ab. Nur fünf Tore sprechen für eine bisher harmlose Offensive. Besserung soll mit Bas Dost und André Silva gelobt werden, die Erarbeitung der Chancen war dabei nicht das Problem. Vorrangig muss sich der Angriff weiter einspielen, doch gegen die Borussia darf kein Chancenwucher betrieben werden.


Erhält Sow eine weitere Chance?


Im Sommer machte Frankfurt die Verpflichtung des Rekord-Transfers​ Djibril Sow offiziell. Den Saisonstart verpasste der Mittelfeldspieler allerdings verletzt, erst drei Einsätze stehen bisher zu Buche. In diesen konnte er allerdings noch nicht überzeugen, zeigte viele Unsicherheiten und fand noch keine Anbindung an das Frankfurter Spiel. Nach seinem Einsatz am Donnerstag ist es durchaus möglich, dass Hütter ihn erst einmal schont. Doch dass er überhaupt in die Startelf gehört, muss der Schweizer noch unter Beweis stellen.


Welches Mittel wählt Hütter gegen Dortmunds Hammer-Offensive?


Im Gegensatz zu der Eintracht stellen die Dortmunder die bisher erfolgreichste Offensive. Dabei zeigten sich alle Akteure in bester Treffer-Laune. Auf die Frankfurter Hintermannschaft kommt also eine ganze Menge Arbeit zu, Hütter wird allerdings nur kaum von der bewährten Dreierkette abrücken. Doch gegen hohes Tempo beim Gegners offenbarte die Defensive erst vor wenigen Tagen​ große Probleme. Die Außenverteidiger und die zentralen Mittelfeldspieler könnten deswegen defensiver eingestellt werden, als sonst.


Wird Rode rechtzeitig fit?


Als Kämpfer ist Sebastian Rode für die Frankfurter immens wichtig, doch zuletzt fiel er durch eine Knieprellung aus. Gegen seinen Ex-Klub ist er weiterhin fraglich, doch könnte rechtzeitig fit werden. Er wäre nicht nur als defensiver Stabilisator gefragt, sondern als guter Umschaltspieler, der die Stärken der Gäste noch sehr gut kennt. Sollte er doch ausfallen, könnte Hütter auf Almamy Touré oder ​Gelson Fernandes setzen.


Mit geschlossener Mannschaftsleistung gegen den Trend?


Mit einer dritten Niederlage könnten die Ziele der Eintracht in dieser Saison schon um ein ganzes Stück in die Ferne rücken.​ Dazu wird das Programm in den kommenden Wochen nicht unbedingt leichter. Nur mit einer starken Mannschaftsleistung könnte die Eintracht einen Punktgewinn erkämpfen, das Kollektiv wurde in den letzten Partien vermisst. Schafft es Frankfurt, eine der größten eigenen Stärken an den Tag zu bringen, ist mehr als nur eine kleine Überraschung möglich.