Dass der ​SC Freiburg aktuell "das Team der Stunde" ist, blieb auch Martin Schmidt nicht verborgen. Der Trainer des ​FC Augsburg zollte dem kommenden Gegner auf der Pressekonferenz am Donnerstag viel Respekt, schöpft nach dem überraschenden 2:1-Sieg über Eintracht Frankfurt aber neuen Mut, um auch an diesem Wochenende punkten zu können.


Für gewöhnlich sind die Freiburger Spätstarter. Drei Siege aus den ersten vier Bundesligaspielen feierte der Sport-Club zuletzt in der Saison 2010/11, damals noch unter der Leitung von Robin Dutt. Vor zwei Jahren beispielsweise musste Christian Streich bis zum siebten Spieltag auf den ersten Dreier warten, in der letzten Saison war dies an Spieltag vier der Fall - so wie der FC Augsburg in dieser Spielzeit..

​Die Fuggerstädter erwischten mit wettbewerbsübergreifend drei Niederlagen gegen den SC Verl (1:2), Borussia Dortmund (1:5) und Werder Bremen (2:3) einen schwachen Start. Nach dem zwischenzeitlichen Punktgewinn gegen Union Berlin am zweiten Spieltag (1:1) gelang am vergangenen Wochenende der überraschende Befreiungsschlag: Gegen Eintracht Frankfurt setzte sich der FCA mit 2:1 durch und durfte erstmals durchatmen.


Der Sieg gegen die Hessen sei "unheimlich wichtig für das Selbstvertrauen und den Teamspirit", so Martin Schmidt auf der Pressekonferenz. Seine Mannschaft habe allerdings noch "viele Schritte" vor sich, der ​Gegner aus Freiburg kommt da eher ungelegen


Überraschend sei der derzeitige Sturmlauf der Freiburger aber nicht. "Sie haben wahnsinnig viel Kontinuität in den letzten Jahren", lobt Schmidt, "da sieht man, was mit Leidenschaft und Herzblut möglich ist." Für ihn seien Mannschaft und Verein "ein Vorbild."

Bei all dem Lob, mit dem Schmidt auch Trainerkollege Streich überschüttete ("Er hat eine klare Meinung und ist ein Gesicht, das die Bundesliga braucht"), glaubt der Schweizer aber auch an die Stärke der eigenen Mannschaft: "Wenn wir unseren Plan wieder auf den Platz bringen", ist er sich sicher, "können wir auch in Freiburg etwas holen".


Duo zurück im Training


Mit den Neuzugängen Iago, Carlos Gruezo und Noah Sarenren Bazee sowie Abwehrchef Jeffrey Gouweleeuw und Felix Götze muss der 52-Jährige noch immer auf fünf Akteure verzichten, auch Marek Suchy war jüngst nicht mit an Bord. Doch Schmidt hatte am Donnerstag positive Nachrichten zu verkünden: "Iago und Gouweleeuw sind wieder ins Training eingestiegen. Das freut uns extrem." Gruezo befinde sich derweil immer noch in der Reha, Suchy habe individuell trainiert. 


Lichtsteiner kehrt zurück


Abändern wird Schmidt seine Startformation daher kaum. Vor Torhüter Tomas Koubek wird der routinierte Stephan Lichtsteiner nach abgesessener Gelb-Rot-Sperre wieder in die Startelf zurückkehren, neben dem Rechtsverteidiger gesellen sich wieder Tin Jedvaj, Felix Uduokhai und Philipp Max. 


Sollte er sich wieder für ein flaches 4-4-2 entscheiden, bekleiden Rani Khedira und Jan Moravek die Doppel-Sechs, Marco Richter und Ruben Vargas wären dann auf den Außen zu finden. Im Angriff würde neben Alfred Finnbogason wohl Florian Niederlechner auflaufen, der gegen seine ehemaligen Mannschaftskollegen nichts gegen sein drittes Saisontor einzuwenden hätte. 


Die potentielle Aufstellung des FC Augsburg: