​Mit 4:0 ging Borussia Mönchengladbach im Heimspiel in der Europa League gegen den Wolfsberger AC unter. Sowohl in der Defensive, als auch in der Offensive war die Fohlenelf ein Totalausfall - vor allem Matthias Ginter sorgt für Fragezeichen.


Einen einzelnen Spieler nach solch einem mannschaftlichen (!) Versagen - wie jenes von der ​Borussia am Donnerstagabend - herauszupicken, ist eigentlich unfair. Und doch muss man sich fragen: Was ist eigentlich in dieser Saison mit Matthias Ginter los?


Der 25-Jährige ist als Abwehrchef und Leistungsträger eingeplant, dazu mittlerweile Stammspieler in der deutschen Nationalmannschaft. Damit steigen selbstverständlich auch die Erwartungen - und denen wird Ginter in dieser Saison (und nicht nur in der Europa League gegen Wolfsberg) bei Weitem nicht gerecht.


Ginter: Unsicherheitsfaktor statt Leistungsträger


In der vergangenen Saison machte Ginter in seiner Entwicklung einen großen Schritt nach vorn, lieferte eine souveräne Vorstellung nach der anderen ab. Nicht umsonst sollen im Sommer zahlreiche Topklubs ihre Fühler nach dem Ex-Dortmunder ausgestreckt haben. Doch in dieser Spielzeit ist alles anders: Ginter ist nur noch Mitläufer, sorgt für alles andere als Stabilität in der Gladbacher Hintermannschaft. Kurzum: Er ist mehr Schwachpunkt als Hilfe.


Auch die Fans (na gut, die haben vor ihrem TV natürlich immer leicht reden) bemängeln derzeit die Leistungen des Innenverteidigers. Auf Twitter wurde der 25-Jährige nach seiner Vorstellung gegen den WAC schonungslos kritisiert:

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Woran es derzeit liegt, dass Ginter so neben der Spur ist, darüber kann nur gerätselt werden. Macht er sich unter dem neuen Chefcoach Marco Rose zu viel Druck? Kommt er mit seinem Spielsystem nicht so gut klar? ​Beeinträchtigt ihn seine Rippenverletzung doch mehr als man wahrhaben will?


Fest steht jedenfalls nur, dass sich der Verteidiger dringend steigern muss. Denn die Borussia, die sich immer noch im Umbruch befindet, ist darauf eingewiesen, dass ihr Abwehrchef mit guten Leistungen vorangeht - und das Team nicht noch weiter verunsichert.