​Der ​VfB Stuttgart empfängt am Samstag zu Hause die​ SpVgg Greuther Fürth. Cheftrainer Tim Walter stehen dank der Breite des Kaders viele taktischen Möglichkeiten zur Verfügung. Zuletzt bezwangen die Schwaben Jahn Regensburg in einem wilden Spiel mit 3:2. Gut möglich, dass der Coach daher gegen die Kleeblätter im Mittelfeld mit Gonzalo Castro auf etwas mehr Stabilität setzen wird.


Klar ist, dass Gregor Kobel wie gewohnt das Gehäuse der Stuttgarter hüten wird. Der Leihspieler der TSG 1899 Hoffenheim konnte sich nach anfänglichen Wacklern zuletzt konstant steigern und ist längst zu einem verlässlichen Rückhalt geworden. Zudem besticht der Torhüter mit guten fußballerischen Fähigkeiten - alles andere als unwichtig im Walter-System.

​​Gegen den Jahn hatte Walter zuletzt auf eine Art 4-3-1-2-System mit gleich mehreren technisch versierten Mittelfeldspielern gesetzt. Auf der Pressekonferenz am Donnerstag ließ sich der 43-jährige Übungsleiter zwar wie gewohnt nicht in die Karten schauen, schlussendlich könnte es am Wochenende aber auf eine ähnliche Herangehensweise hinauslaufen.


Borna Sosa vor Rückkehr in die Startelf


In der Innenverteidigung der Schwaben wird aller Voraussicht nach alles beim Alten bleiben. Heißt, ​Holger Badstuber und Kapitän Marc Oliver Kempf werden wieder gemeinsam das zentrale Duo bilden. Auf der rechten Defensivseite hat sich Pascal Stenzel längst unverzichtbar gemacht und soll an seinen starken Auftritt gegen die Regensburger anknüpfen.


Links verzichtete Walter zuletzt auf Borna Sosa. Der Youngster hatte vor dem Spiel gegen den Jahn eine lange Länderspielraise für die U21 von Kroatien hinter sich gebracht, wurde bei dem 3:2-Erfolg gegen Regensburg von Emiliano Insua aber nicht gut vertreten. Der Routinier wirkte vielmehr in vielen Situation völlig überfordert und wird seinen Startelfplatz mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder räumen müssen.


Viele Optionen im Mittelfeld


Orel Mangala war beim Spiel gegen den Jahn ​einer der besten Stuttgarter und gewann als alleiniger Sechser viele wichtige Zweikämpfe. Atakan Karazor, der zuvor im defensiven Mittelfeld gesetzt war, wird sich daher wohl auch gegen Fürth mit einem Platz auf der Ersatzbank zufrieden geben müssen.


Spannender wird es bei der Frage nach den Nebenleuten für den jungen Belgier. Gute Aussichten lassen sich dabei erneut Last-Minute-Transfer Philipp Förster attestieren. Der ehemalige Sandhäuser war gegen den Jahn überraschend in der Startelf gestanden, machte seine Sache aber gut und wirkte sehr engagiert. Ähnliches trifft zwar auch auf Philipp Klement zu, da die Fürther aber dominanter erwartet werden als die Regensburger, könnte der erfahrene Gonzalo Castro den Zuschlag erhalten. Im Gegensatz zu seinen jungen Teamkollegen wäre der 32-Jährige in der Lage, das Spiel in gewissen Phasen zu beruhigen.

Als Spielmacher erscheint Daniel Didavi weiterhin unangefochten. Gegen Regensburg fiel der gebürtige Nürtinger jedoch nur durch seine, zugegebenermaßen mustergültige, Vorlage vor dem Treffer von Holger Badstuber auf. Um seinen Startelfplatz nicht zu verlieren, muss von dem ehemaligen Wolfsburger noch mehr kommen.


Silas und Gonzalez wohl wieder von Beginn an


Nicolas Gonzalez konnte beim Spiel gegen den Jahn seinen Schwung aus den Vorwochen mitnehmen und erzielte das wichtige 1:0. Auch Silas Wamangituka hinterließ erneut einen überzeugenden Eindruck, auch wenn dem Kongolesen kein Tor vergönnt war. Die Anhänger des VfB hoffen, dass der Youngster sich seinen ersten Treffer für das Heimspiel am Samstag aufgespart hat.


Sollten die Jungspunde in der VfB-Offensive wieder zu viele Möglichkeiten liegen lassen, ist Hamadi Al Ghaddioui die erste Option für eine Einwechslung. Der 28-Jährige ist zwar längst nicht so beweglich wie seine Teamkollegen, weiß aber ganz genau wo das gegnerische Tor steht und ist zudem in Luftduellen eine echte Waffe. Hoffnungsträger Tanguy Coulibaly hingegen muss wegen einem kleinen Muskelfaserriss weiterhin auf seine erste Bewährungsprobe warten.


Die potenzielle Aufstellung des VfB Stuttgart in der Übersicht: