​Rudi Völler wie er leibt und lebt: Nach der bitteren ​Champions-League-Pleite gegen Lokomotiv Moskau polterte Leverkusens Geschäftsführer Sport über die "Nicht-Leistung" der ​Werkself. Die 2:1-Heimniederlage bei der Rückkehr in die Königsklasse tue ihm mehr weh, als das 0:4 in Dortmund.


"Das war vor der Pause unterirdisch und nicht ​Champions League, so eine Leistung haben wir schon lange nicht mehr von unserer Mannschaft gesehen", echauffierte sich Völler gegenüber der Bild. Der 59-Jährige hatte sich auch am Tag danach noch nicht beruhigt. "Vor allem die erste Hälfte war schwach, das hat mich fast sprachlos gemacht", erklärte Völler.


Bayer bereits mit dem Rücken zur Wand


Für Leverkusen wird es in einer Gruppe mit den Schwergewichten Juventus und Atletico nun extrem schwer. Das Rückspiel in Moskau muss die Mannschaft von Peter Bosz unbedingt für sich entscheiden, um wenigstens Platz drei und damit die Qualifikation für die Europa League zu sichern. Will man mehr, müssen Überraschungen gegen Juve und/oder den Rojiblancos gelingen.


Bayer-Keeper Lukas Hradecky ist dennoch weiter optimistisch. Der Finne hatte beim 2:1 für Lok kräftig gepatzt. "Klar wird es jetzt schwieriger. Aber ich werde das Vertrauen in meine Mannschaft nie verlieren. Champions League ist halt kein Spaziergang im Park. Dann müssen wir versuchen, in den nächsten Spielen zu punkten, wo es keiner erwartet", blickte er voraus.


Bosz bemängelt grobe Fehler - B04 auf der Suche nach der Effektivität


Sein Trainer musste zunächst noch Erklärungen für die durchaus überraschende Niederlage liefern. "Bei solchen Fehlern ist es schwierig, ein solches Spiel zu gewinnen", so der Niederländer. Dabei wiederholte sich das Geschehen: Schon gegen Hoffenheim war man klar überlegen und auch in Dortmund hatte Bayer mehr Ballbesitzt. Am Mittwochabend waren es wieder 80 Prozent, dazu 18 zu 8 Torschüsse, sowie 9 zu 2 Ecken.


Nach der zweiten Pleite in Serie, ist man in Leverkusen auf der Suche nach der Durchschlagskraft. Allein um die Nerven von Rudi Völler zu beruhigen, sollte das am Samstag (15.20 Uhr) gegen Aufsteiger Union Berlin gelingen.