In der prallgefüllten Offensive von ​Borussia Dortmund geht Jacob Bruun Larsen bislang etwas unter. Das 21-jährige Talent muss sich hinten anstellen, abgeschrieben ist er aber noch längst nicht. Stattdessen ist Geduld gefragt.


Um sich den Traum von der Meisterschaft zu erfüllen, griff der BVB in diesem Sommer tief in die Tasche. Allein 50,5 Millionen Euro investierten die Verantwortlichen in die Offensive, neben Flügelspieler Thorgan Hazard, der als Ersatz für Christian Pulisic verpflichtet wurde, ​schloss sich auch Nationalspieler Julian Brandt den Dortmundern an.


Hazard und Brandt nehmen in den Planungen von Trainer Lucien Favre eine wichtige Rolle ein, brillierten wahlweise beim ​4:0 über Bayer Leverkusen sowie beim ​0:0 gegen den FC Barcelona mit Marco Reus, Jadon Sancho und Paco Alcácer. Während sich Mario Götze wie schon im Vorjahr als Sorgenkind entpuppt, gesellt sich auch Jacob Bruun Larsen in die Riege derer, die derzeit etwas zu kurz kommen.


Der variabel einsetzbare Däne kam bereits in der Rückrunde der abgelaufenen Saison immer seltener zum Zug, wurde von Favre in der Bundesliga nur fünf Mal für die Startelf nominiert. In der neuen Spielzeit wurde er in allen drei Wettbewerben bislang nur in der Schlussphase eingewechselt, die zwölf Minuten gegen Leverkusen, in denen er Reus' Treffer zum 4:0 vorbereitete, waren der bisherige Höhepunkt.


In Anbetracht der sportlichen Situation feiert Bruun Larsen seinen 21. Geburtstag am heutigen Donnerstag sicherlich mit einer Portion Frust. Sein Potenzial deutet er immer wieder an, jedoch mangelt es ihm im Profibereich noch an der Torgefahr, um sich schon jetzt gegen die große Konkurrenz durchzusetzen.


Bruun Larsen muss sich in Geduld üben


Mit Favre steht ihm ein Trainer zur Seite, der sich dessen bewusst ist. Der Schweizer geht behutsam mit jungen Spielern um, baut sie langsam auf, anstatt sie voreilig zu verheizen. Laut BILD habe er sich im Sommer einen Wechsel auf Leihbasis vorstellen können - dass dieser nicht zustande gekommen ist, ist kein Zufall: Laut Ruhr Nachrichten gilt Bruun Larsen als Favres Lieblingsspieler.

Lucien Favre

Mit Jacob Bruun Larsen geht Lucien Favre (Foto) besonders vorsichtig um.



Im Alter von nun 21 Jahren befindet er sich erst am Anfang seiner Karriere. Nach der Ankunft bei den Profis ist stets Geduld gefragt, egal, ob man zwischenzeitlich regelmäßig zum Zug kam oder nicht. In der langen Saison wird er genügend Einsatzminuten erhalten, dafür wird er zu sehr von Favre geschätzt.


Auf kurz oder lang ist damit zu rechnen, dass er seinen Weg im Profigeschäft machen wird - voraussichtlich bei Borussia Dortmund. Auch ein Jadon Sancho benötigte Anlaufzeit, ehe er plötzlich zum absoluten Leistungsträger wurde, Gleiches gilt für Christian Pulisic. Da mit Favre ein Trainer beim BVB arbeitet, der es liebt, junge Spieler weiterzuentwickeln, hat auch Bruun Larsen beste Voraussetzungen für eine ordentliche Karriere; und das wiederum würde wieder einmal unter Beweis stellen, wie gut die Nachwuchsabteilung der Westfalen funktioniert.