​Bayer 04 Leverkusen hat den Auftakt in die neue ​Champions-League-Saison verpatzt. Vor heimischer Kulisse unterlag man Lok Moskau mit 1:2.


Nach der 0:4-Pleite gegen den BVB war ​Leverkusen, das aufgrund von Rückenproblemen kurzfristig auf Kerem Demirbay verzichten musste, die Unsicherheit gegen Moskau deutlich anzumerken. Die Werkself hatte zwar deutlich mehr Ballbesitz, zeigte sich aber sehr nervös, ungenau und leistete sich obendrein zu viele individuelle Fehler. 


Nach einer Viertelstunde warf Wendell einen Einwurf unnötig ins Zentrum, wo Leon Bailey unter Druck gesetzt wurde, die Ballannahme verpatzte und anschließend die Kugel verlor - Moskau schaltete schnell um und vollstreckte durch Grzegorz Krychowiak zum 0:1.

Zehn Minuten später gelang der Werkself zwar der Ausgleich (Benedikt Höwedes fälschte einen harmlosen Schuss von Charles Aranguiz unhaltbar ins eigene Tor ab), doch Sicherheit gab dieses Tor den Gastgebern nicht. Kurz vor der Pause leistete sich dann der sonst so verlässliche Lukas Hradecky einen haarsträubenden Patzer, als er den Ball unbedrängt in die Füße von Dmitri Barinov spielte - dieser ließ sich nicht zweimal bitten und schoß den Ball aus 20 Metern ins leere Bayer-Tor. Mit einem 2:1 für Lok Moskau ging es in die Kabinen.


Lok Moskau mauert - Bayer 04 ohne zündende Idee


In der zweiten Hälfte rührten die Russen mit der Führung im Rücken dann ordentlich Beton an: Leverkusen fand nur wenig Lösungen, um den Abwehrriegel von Lok zu knacken. Erst gegen Ende der Partie, als die Kräfte der Gäste nachließen, boten sich der Werkself ein wenig mehr Räume - der Ausgleich wollte jedoch nicht mehr gelingen.


Somit steht Bayer 04 bereits nach dem 1. Spieltag der Königsklasse unter Druck. Anfang Oktober muss das Bosz-Team im Rahmen des 2. Spieltags bei Juventus Turin antreten - da muss schon fast ein Punkt her, wenn man vom Achtelfinale träumen will...