​Am ersten Spieltag der Gruppenphase der diesjährigen Champions-League-Edition ist ​Borussia Dortmund knapp an einem prestigeträchtigen Sieg gegen den ​FC Barcelona vorbeigeschlittert. Am Ende steht ein 0:0, das nach dem 1:1 zwischen Inter Mailand und Slavia Prag die Gruppe F in absolut ausgeglichenem Zustand hinterlässt. 


Hinterher gab es fast nur Lob - aber eben auch ein wenig Enttäuschung darüber, dass sich der BVB für seine über neunzig Minuten sehr ansprechende Leistung nicht belohnt hat. Chancen dazu waren da. Die größte von allen hatte Marco Reus in der 57. Minute, als er mit seinem Elfmeter an Barça-Keeper ​Marc-André ter Stegen scheiterte. 


Mithin kann es nicht verwundern, dass vor allem der deutsche Torhüter des FC Barcelona von den spanischen Blättern überschwänglich gefeiert wird.


Marca: "Ter Stegen hinterlegt seine Visitenkarte. Nehmen Sie Notiz, Herr Löw! Dortmund war kein leichtes Pflaster, und das Spiel das wohl schwerste in dieser Gruppe. Dennoch erwartet man mehr von dieser Mannschaft." 


Und speziell auf ter Stegen gemünzt, kommentierte dieselbe Zeitung noch: "Ter Stegen wäre in jeder Nationalmannschaft der Welt Stammtorhüter...nur nicht in seiner eigenen." 


as: "Die Spieler von Valverde schwitzten Blut. Die Mauer war ter Stegen. Der deutsche Keeper verhinderte Barças Niederlage mit einem gehaltenen Elfmeter und drei weiteren tollen Paraden. Ein Punkt, mit dem Barça mehr als zufrieden sein kann." 


El Mundo Deportivo: "Ein Punkt - und danke! Im stets schwierigen Signal Iduna-Park konnte der FC Barcelona einen Punkt gegen eine Borussia aus Dortmund ergattern, die vor allem an ter Stegen scheiterte. Lag es an der Champions-League-Hymne oder an der einschüchternden Atmosphäre, die der in Anfield in nichts nachsteht, dass Barça mehr als zehn Minuten brauchte, um ins Spiel zu kommen? Die Deutschen, angetrieben von ihren Fans, gaben nie auf und versuchten es bis zuletzt. Ein Tor hätten sie verdient gehabt - aber ter Stegen hielt stand."


Sport: "Und ter Stegen - hielt im Krakenmodus einfach alles. Ein Gigant, der beste Blaugrana an diesem Abend, an dem sich Barça ständig den Schweiß von der Stirn wischen musste - mit einem am Ende völlig durchnässten Taschentuch vom ständigen Wiederholen der Geste."