​Im gestrigen ​Champions-League-Spiel ​zwischen Borussia Dortmund und dem FC Barcelona kam es zu einem Debüt. Lionel Messi wurde für die letzten 30 Minuten des Spiels eingewechselt und stand seine ersten Saisonminuten auf dem Platz. Nach seiner Einwechslung stand mit Luis Suarez, Antoine Griezmann und eben Messi ein namhaftes Offensivtrio auf dem Platz. Dennoch war von Offensivpower nichts zu spüren.


Die spanische Marca warf im Anschluss an das maue 0:0 einen ​Artikel in die Fußballwelt, welcher das Zusammenspiel der Offensive hinterfragte. Harmonieren die Spieler gut miteinander? Oder hat ​Barcelona offensive Ladehemmungen?


Das Offensivtrio des FC Barcelona

SpielerIm Verein seit​​PflichtspieleTore​​Vorlagen
Lionel Messi​Sommer 2000​688​603​242
​Luis Suarez​Sommer 2014​250​179​94
​Antoine Griezmann​Sommer 2019​5​2​2

Ganz klare Antwort: Nein! Barca hatte, hat und wird wohl auch immer eine der besten Offensivreihen der Welt haben. Mit zwölf Toren in vier Spielen stellt Barcelona aktuell die beste Offensive der spanischen La Liga. Mit dem bereits genannten Trio, Ousmane Dembele und den Shootingstars Ansu Fati und Carles Perez ist der katalanische Sturm hochwertig besetzt.


Warum dann aber die miese Auftritt gegen den ​BVB? Im Grunde müsste dieser Sturm jede Abwehr der Welt auseinander pflücken. Stimmt, aber selbst die beste Offensive braucht einen Rhythmus. Messi absolvierte seine ersten Minuten der Saison, Suarez kam erst zum dritten Mal 2019/20 zum Einsatz und auch Griezmann kann erst fünf Spiele für Barcelona aufweisen - inklusive dem gestrigen Champions-League-Einsatz.


Problemspieler Griezmann?


Dass Messi und Suarez zusammen hervorragend harmonieren, haben beide Spieler in den vergangenen Jahren eindrucksvoll gezeigt. Auch abseits des Feldes sind die beiden eng befreundet. Falls es also tatsächlich in nächster Zeit offensiv haken könnte, müsste man eher auf das Zusammenspiel der beiden mit Griezmann schauen.


Hier könnte es tatsächlich Reibungen im offensiven Zahnrad Barcelonas geben. Der sommerliche Wechsel des französischen Stürmer von Atletico Madrid zu den Katalanen wurde heiß diskutiert, sowohl in den Medien als auch in Barcelona selbst. Ob und wie Griezmann in die Mannschaft integriert ist, ist fraglich. Allerdings erscheint es eher unwahrscheinlich, dass der Weltmeister von 2018 keinen Anschluss in der Struktur Barcelonas gefunden hat. So gibt es mit Samuel Umtiti, Clement Lenglet und Dembele bereits eine recht ansehnliche französische Gruppe in Barcelona.


Ergebnis: Abwarten


Wie man es auch dreht und wendet, zum jetzigen Zeitpunkt sind alle Thesen und Behauptungen über die offensive Schlagkraft Barcas schlicht sinnlos. Zunächst sollte man Messi, Suarez und Griezmann eine gewisse Einspielzeit geben, um über ihr Zusammenspiel zu diskutieren. Ist zudem der momentan verletzte Dembele wieder fit und dementsprechend der Konkurrenzdruck höher, kann sich die Qualität des Sturms sowieso noch verändern. 


Fakt ist: Barcelonas Sturm lässt sich nicht anhand einer halben Stunde Spielzeit messen!