Am Donnerstag ertönt im Borussia-Park wieder die Hymne der Europa League. Borussia Mönchengladbach empfängt den Wolfsberger AC, unterschätzen wird Marco Rose den Gegner aufgrund seiner Zeit bei RB Salzburg keineswegs. Großartige Veränderungen sind in seiner Startaufstellung dementsprechend nicht zu erwarten.


Auch Stefan Lainer weiß, was am Donnerstag auf die Borussia zukommt. Der Rechtsverteidiger folgte Rose aus Salzburg nach Gladbach und erinnert sich ungerne an die Duelle mit dem WAC zurück. "Ich kann nur davor warnen, den WAC zu unterschätzen. Diese Mannschaft spielt einen sehr aggressiven, sehr munteren Fußball, und ich erinnere mich sehr gut daran, dass die Spiele mit RB Salzburg gegen sie nie einfach waren", sagte er in einem auf der ​vereinseigenen Website veröffentlichten Interview.


Im ​Derby gegen den 1. FC Köln boten die Gladbacher ihre bis dato beste Saisonleistung, gewannen 57 Prozent der Zweikämpfe und erspielten sich zahlreiche Torchancen. Das einzige Manko blieb die Chancenverwertung, weshalb nach 90 Minuten nur ein 1:0 auf der Anzeigetafel stand. Gut und gerne hätte es auch 3:0 stehen können. 


​Für Mannschaft und Trainer geht es vor allem darum, das Positive mitzunehmen. Sieben Punkte aus vier Spielen sind in Anbetracht der zahlreichen taktischen Änderungen, mit der Rose den Klub endgültig von der Spielweise von Ex-Trainer Lucien Favre emanzipiert hat, eine ordentliche Ausbeute, einzig der noch ungeschlagene Tabellenführer RB Leipzig fügte der Borussia eine Niederlage zu.


Sechs Ausfälle - Wendt wieder auf dem Platz


Einen Grund, Veränderungen vorzunehmen, gibt es für Rose im Hinblick seiner Startaufstellung gegen Wolfsberg daher nicht. Gladbach will die K.o.-Phase erreichen, Sportdirektor Max Eberl träumt von einem ähnlichen Lauf, wie ihn die Frankfurter Eintracht in der vergangenen Saison erlebte. 


Beim Blick auf das Personal gibt es keine großen Überraschungen. Linksverteidiger Oscar Wendt stand nach einem Magen-Darm-Infekt am Dienstag wieder auf dem Trainingsplatz, Breel Embolo absolvierte aus Gründen der Belastungssteuerung eine Laufeinheit.

​Aufgrund von Rückenbeschwerden blieb Fabian Johnson dem Mannschaftstraining ebenso fern wie Keanan Bennets (​Muskelbündelriss im Oberschenkel). Zudem trainierte das Quartett um Jonas Hofmann, Lars Stindl, Torben Müsel und Andreas Poulsen individuell. Der Kader ist allerdings breit genug, um die zahlreichen Ausfälle zu verkraften.


Unveränderte Startelf?


Die Viererkette vor Yann Sommer dürfte unverändert aus Ramy Bensebaini, Nico Elvedi, Matthias Ginter und Stefan Lainer bestehen. Bensebaini präsentierte sich bei seinem Debüt in Köln ordentlich, und auch wenn Wendt nur wenige Tage ausfiel, wird der Algerier vermutlich den Vorzug erhalten und sein zweites Pflichtspiel in Folge absolvieren.


In der Mittelfeld-Raute überraschte Rose mit der Nominierung von Christoph Kramer auf der Acht. Der 28-Jährige warf sich wie gewohnt in viele Zweikämpfe und unterstützte Lainer auf der rechten Abwehrseite, funktionierte insgesamt gut und könnte daher erneut mit Florian Neuhaus die Achter-Positionen bekleiden. Denis Zakaria würde dann weiterhin auf der Sechs beginnen, Breel Embolo auf der Zehn.


Der Schweizer bildet mit Alassane Plea und Marcus Thuram das neue Sturm-Trio. Alle drei verfügen über eine wuchtige Physis, Dynamik und Geschwindigkeit und verstehen sich auf dem Platz mit der Zeit immer besser. Am Samstag wussten vor allem Embolo und Plea zu überzeugen, Thuram erlebte einen eher blassen Arbeitstag - ​ein Dauerzustand wird dies aber nicht.


Die voraussichtliche Aufstellung von Gladbach im Überblick: