​Er sollte der Offensive von ​Borussia Mönchengladbach neuen Schwung geben, für Tore sorgen und ein ständiger Unruheherd für den Gegner sein. Die Ansprüche an Fohlen-Neuzugang Marcus Thuram sind hoch. Bisher hapert die französische Tormaschine allerdings noch etwas. Dennoch, Thuram entwickelt sich am Niederrhein zu einer wichtigen Stütze.


Der 22-Jährige kam bisher in allen fünf Pflichtspielen von Anfang an zum Einsatz - ein Treffer gelang ihm aber lediglich im Pokal gegen Sandhausen. Eine Torvorlage kann er noch nicht vorweisen. Die Bilanz des neun Millionen Euro teuren Neuzugangs zeigt sich also etwas durchwachsen, gerade im Vergleich zur letzten Saison bei EA Guingamp. Dort gelangen ihm in 38 Spielen 13 Treffer und eine Vorlage.

Marcus Thuram,Matija Nastasic

Zeigt immer vollen Einsatz: Marcus Thuram



Dennoch, Thuram hinterlässt bei der Borussia einen wichtigen Eindruck. Als Läufer, Lückenreißer und Arbeitstier erledigt der Franzose im Sturm teilweise die Drecksarbeit, um seinen Mitspielern Räume und Chancen zu ermöglichen. Beim 1:0 Derbysieg in ​Köln etwa warf Thuram sich in 21 Zweikämpfe und konnte fast jeden zweiten für sich entscheiden - als Stürmer wohlgemerkt.


Thuram verschafft Sturmkollege Plea Räume


Mit der auffälligste Spieler beim Gladbacher Sieg am Wochenende war mitunter Sturmpartner und Torschütze Alessane Plea. Der 26-Jährige hatte gegen den ​1. FC oft Räume und Chancen - teilweise initiiert durch Thuram. Das französische Duo harmoniert im Sturm schon gut zusammen, ergeben mit Zehner Breel Embolo ein schnelles Offensivtrio.


Doch am Ende wird Thuram meist doch durch Tore und Vorlagen gemessen. Und auch wenn er zur Zeit eher im Schatten von Plea agiert, sollte der Neuzugang bald auch mal seine Torjägerqualitäten unter Beweis stellen, auch da die Konkurrenz im Sturm groß ist. Allerdings zeigt Thuram bis jetzt gute Ansätze, auf die er und Gladbach aufbauen können.