Am Dienstagabend um 21:00 Uhr wird Benfica Lissabon den aktuellen Tabellenführer der ​Bundesliga, ​RB Leipzig, in der ​Champions League empfangen. RB-Coach Julian Nagelsmann bieten sich dabei vor allem zwei verschiedene, grundlegende taktische Möglichkeiten, angelehnt an das ​letzte Spiel gegen den FC Bayern München.


Am Samstagabend startete RB Leipzig unter Julian Nagelsmann im gewohnten 3-5-2 System, was sich früh als falsche Einstellung herausstellte. ​Zur Halbzeit stellte der neue Trainer der Leipziger auf ein 4-2-3-1 um, wodurch sein Team deutlich mehr Zugriff im Zentrum und somit die Spielkontrolle erreichte. Gegen Benfica Lissabon wird er vermutlich erneut im 3-5-2 starten - man erwartet keinen allzu starken Gegner, der ein dominantes Ballbesitz-Spiel aufziehen möchte. Demnach kann es sein, dass sich nur sehr wenig ändern wird. 

Torhüter und Abwehr

Peter Gulasci ist zurzeit in bestechender Form, was er am Samstagabend gegen Bayern erneut unter Beweis stellen konnte. Natürlich führt an ihm kein Weg vorbei, sein Platz ist gesetzt. Die Dreierkette in der Defensive dürfte trotz anfänglicher Probleme im vergangenen Topspiel so bestehen bleiben. Mit Nordi Mukiele, Ibrahima Konaté und Kapitän Willi Orban steht die Defensive. Als Alternative könnte Dayot Upamecano Teil einer kleinen Rotation sein, damit man aufgrund der lediglich zwei Tage Pause (inkl. Reise) möglichst viel Frische aufbieten kann. Er steht zum Auftaktspiel der neuen CL-Saison erstmals in dieser Saison im Kader - die Startelf kommt eventuell noch etwas zu früh.


Das Fünfer-Mittelfeld

Auf der rechten und der linken Außenbahn dürften weiterhin Lukas Klostermann und Marcel Halstenberg stehen. Die drei zentralen Figuren hingegen könnten sich etwas verändern. Mit Diego Demme, der nach seiner Einwechslung maßgeblich an der besseren zweiten Hälfte beteiligt war, kann Nagelsmann einen neuen zentralen Spieler starten lassen. Möglich, dass Konrad Laimer weichen muss. Auf Marcel Sabitzer kann Leipzig momentan nur sehr schwer verzichten, auch wenn es nach dem vierten Spieltag mittlerweile etwas wichtiger wird, auf potenzielle Rotation zu achten.

Auch Emil Forsberg präsentierte sich gut in Form. Zwar könnte er für den Startelfeinsatz von Neuzugang Christopher Nkunku weichen, doch womöglich ist der 21-Jährige noch nicht weit genug, um direkt von Beginn an am ersten Spieltag der CL-Gruppenphase zu starten. Kevin Kampl fällt weiterhin für das zentrale Mittelfeld mit Sprunggelenksproblemen aus - auch deshalb könnte viel für ein erneutes Engagement von Forsberg sprechen.


Trotz fehlendem Tor: Werner ist in Topform - der RB-Sturm

Mit Yussuf Poulsen und Timo Werner kann Nagelsmann auf zwei qualitativ hochwertige Spitzenstürmer zurückgreifen, die momentan gut in Form sind. Vor allem Werner wirkte nach seiner Vertragsverlängerung wie befreit. Auch wenn er am Samstag ohne Torerfolg blieb, ist er natürlich ein wichtiger Bestandteil​ des Teams und mit fünf Toren aus den ersten vier Spielen mit Robert Lewandowski und Paco Alcacer ganz oben, was die aktuellen Bundesliga-Tore betrifft. 


Roma-Leihspieler Patrik Schick wartet noch auf sein Startelf-Debüt, was er auch gegen Benfica nicht bekommen wird. Er fällt aufgrund seiner Sprunggelenksprobleme aus und ist auch nicht mitgereist.


Die voraussichtliche Startelf im Überblick:


Gulacsi - Mukiele, Konaté, Orban - Klostermann, Demme, Halstenberg - Sabitzer, Forsberg - Poulsen, Werner​