Alex Meier hat noch immer nicht genug. Der 36-jährige Stürmer ist seit Sommer vereinslos, denkt aber keine Sekunde daran, die Fußballschuhe an den Nagel zu hängen, wie er gegenüber BILD erklärte.


Das Gefühl der Vereinslosigkeit ist Meier seit dem Ablauf seines Vertrags bei ​Eintracht Frankfurt im Sommer 2018 nicht fremd. Im vergangenen Jahr war er sechs Monate auf Vereinssuche, schlussendlich kehrte er am sechsten Januar dieses Jahres zum ​FC St. Pauli zurück. Bei den Kiezkickern, für die er bereits von 2001 bis 2003 auflief, erzielte er in 16 Einsätzen sechs Tore, verlängert wurde der Vertrag nicht.


Aufgrund dessen steckt Meier in derselben Situation wie vor einem Jahr. "Wenn was Interessantes kommt, was mir Spaß macht, dann mache ich das auf jeden Fall", so der Routinier gegenüber BILD. "Darauf warte ich jetzt noch. Bisher war nichts Spannendes dabei."

​Für eine neue Herausforderung hält sich Meier fit. Im August kombinierte er das individuelle Training mit einer Reise in die USA, genauer gesagt nach Philadelphia, wo er auf einen alten Bekannten traf. "
Da habe ich meinen Freund Oka Nikolov [Ex-Torhüter Eintracht Frankfurt, d. Red.] besucht. Weil ich ja sowieso trainieren muss, habe ich da mittrainiert."


Comeback am Millerntor - Aber nur auf der Tribüne


Am Montagabend betritt er jedoch wieder das Millerntor-Stadion. Der FC St. Pauli trifft im Stadt-Derby auf den Hamburger SV, bei der 0:4-Pleite in der vergangenen Saison stand Meier noch auf dem Platz. "Klar wäre ich gerne dabei. Für jeden Fußballer ist das ein schönes Spiel", sagt Meier, der sich auf die bevorstehende Partie freut. "Gerade dieses Derby, St. Pauli gegen den HSV, ist schon was ganz Besonderes." Vielleicht wird er in Zukunft ein ähnlich brisantes Duell wieder als Spieler erleben.