Nur weil er Leverkusen-Fan ist, musste ein 32-jähriger Mann bei der Karnevalsparty „Viva Colonia“ einen heftigen Schlag einstecken. Ein anderer Mann habe ihn auf seine Vereinszugehörigkeit angesprochen und ihm anschließend mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Jetzt wurde der Täter verurteilt.


Bewusstlosigkeit, eine Platzwunde an der Lippe und eine Schädelprellung trug das 32-jährige Opfer von der Prügelattacke davon. Doch nun wurde die eskalierte Situation vor das Kölner Amtsgericht gebracht, wie die BILD berichtet.


Als die Richterin den Angeklagten befragte, ob er grundsätzlich etwas gegen Leverkusen-Fans habe, bejahte er die Frage schlichtweg. „Entwaffnend ehrlich“, wie sein Anwalt fand. Trotzdem trug der Köln-Fan eine viermonatige Bewährungsstrafe von sich. Der Anlass sei völlig nichtig gewesen. „Gerade bei Schlägen auf den Kopf hätte das auch andere Folgen haben können“, so die Richterin weiter.


Anti-Aggressionstraining und regelmäßige Alkoholtests

Als weitere Auflage muss der Schläger vom Karnevalsfest ein Anti-Aggressionstraining und regelmäßige Alkoholtests nachweisen. Er habe angegeben, besonders unter Alkohol zu Aggressivität zu neigen: „Dann hab ich eine kurze Zündschnur." Am Tattag habe er einen Promillewert von 1,1 gehabt.


Doch gewissermaßen wurde der Täter postwendend bestraft. Nach eben jenem Faustschlag sollen Begleiter des Opfers auf den Kölner Fan eingeschlagen haben. Ein Attest bescheinigt ihm diesbezüglich Prellungen und Schürfwunden am ganzen Körper.